Ende Dezember verletzte sich Holzhausens Torgarant Janik Michel schwer an der Achillessehne. Dreieinhalb Monate später spricht er mit unserer Redaktion über den Stand.
Eines wird im Gespräch schnell klar, seinen Ehrgeiz hat Janik Michel auch inmitten seiner monatelangen Zwangspause nicht abgelegt. So erwähnt er zugegebenermaßen mit einem Schmunzeln: „Ante Galic hat mich am Wochenende überholt. Es war früher oder später natürlich klar, das das passiert.“ So steht der Angreifer der Young Boys Reutlingen nun bei 19 Toren und hat Michel (18) in der Torjägerliste überholt.
Sehr gut im Plan
Viel wichtiger als diese Statistik ist logischerweise aber der Heilungsverlauf seines Achillessehnenrisses. Auch hier ist Michels Ehrgeiz spürbar. Grundsätzlich sagt er: „Es ist sehr gut. Ich bin weiter, als es normalerweise der Fall ist. Das wird mir vom Physio auch bestätigt.“ Ganz zufrieden ist der Torjäger aber trotzdem nicht: „Ich bin vor vier, fünf Wochen besser gelaufen als aktuell. Das ist wohl normal, aber trotzdem nervig. Man hatte schon die Hoffnung, dass es nur steil bergauf geht. Eigentlich war aber klar, dass es so nicht läuft.“
Geht es in die Aufstiegsspiele?
Angespornt sieht sich der 33-Jährige zudem durch die Tabellenlage seines Teams. Als aktueller Tabellenzweiter würde sich die Saison des FC Holzhausen nämlich verlängern. Wie schon im vergangenen Sommer würden die Aufstiegsspiele anstehen. Michel sagt: „Die Relegation stresst mich. Ohne diese Spiele im Kopf hätte ich eine deutlich ruhigere Zeit.“
Ein Mitwirken im Rückspiel am 21. Juni bezeichnet er als „Traum“. Die Wahrscheinlichkeit, dass er hier für ein paar wenige Minuten dabei sein kann, beziffert er aktuell auf zehn Prozent. Ansonsten wolle er in der Vorbereitung zur Spielzeit 2026/27 wieder in aller Ruhe zum Team stoßen.
Der Blick von Außen
Michel gesteht auch ein, dass das Zuschauen bei den Begegnungen zusehens schwieriger wird. „Bei den ersten Testspielen auf Kunstrasen und Minusgraden war das völlig in Ordnung. Jetzt steht aber die heiße Phase der Saison an, da regt es einen schon auf.“ Gleichwohl ist er mit den Leistungen seiner Teamkollegen aktuell natürlich sehr zufrieden.
Oft beim Physio
Geht vielleicht sogar noch mehr als der 2. Platz? Bei einem direkten Aufstieg würden schließlich auch die Aufstiegsspiele ausfallen. „Wir haben beim direkten Duell in anderthalb Wochen sicherlich die letzte Chance. Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Young Boys auf unserem großen Platz etwas Probleme haben“, so Michel.
Oft beim Physio
Vier bis fünf Mal in der Woche ist er aktuell beim Physiotherapeuten und schuftet dort für sein Comeback. Der zeitliche Aufwand sei deutlich höher als im normalen Trainings- und Spielbetrieb. Doch der erfahrene Stürmer weiß ja, wofür er diesen Aufwand aktuell betreibt. Schließlich will er baldmöglichst wieder für den FC Holzhausen auf dem Platz stehen und Tore bejubeln. Ob bei einem möglichen Relegationsspiel oder später, er wird es genießen.