Marius Hugger hat in Furtwangen studiert. „Es war definitiv die richtige Entscheidung“, so der 25-Jährige. Foto: Hamide Yavus

Nach dem Abi zum Studieren in eine pulsierende Stadt? Oder das doch lieber in Furtwangen mit seinem eher ländlichen Charme machen? Der 25-jährige Marius Hugger hat an der Hochschule Furtwangen studiert und gibt seine Erfahrungen wieder.

Die Hochschule Furtwangen (HFU) prägt mit das Stadtbild. Wie beliebt ist die Bildungsstätte bei Studenten? Marius Hugger hat hier in den vergangenen Jahren Wirtschaftsingenieurwesen studiert mit Schwerpunkt Product Engineering und absolviert derzeit seinen Master, ebenfalls an der HFU.

 

„Ich habe sehr gerne hier studiert“, betont der junge Mann. Das liege einerseits an der „tollen Hochschule“. Er schätzt außerdem den familiären Umgang. Professoren und die wissenschaftlichen Mitarbeiter seien „sehr offen“ für Anmerkungen und Kritik und hätten für jeden Studenten „ein offenes Ohr“.

Das geht wohl nicht nur ihm so. Hugger ist Vorsitzender der Fachschaft für Wirtschaftsingenieurwesen und damit im engen Austausch zwischen Studienkollegen und der Hochschule. Nach seiner Erfahrung kommen viele Studenten der HFU aus der Region, sei es aus den Kreisen Schwarzwald-Baar, Rottweil oder Freiburg. „Wir haben sehr viele Pendler.“ So werde häufig noch im elterlichen Zuhause gewohnt und mit dem Auto zu den Vorlesungen nach Furtwangen gefahren.

Furtwangen „nicht die richtige Anlaufstelle“ für Partylöwen

Hugger selbst ist ein Beispiel hierfür, er wohnt in Horgen im Kreis Rottweil. Er habe sich mal überlegt, nach Furtwangen zu ziehen. Das wäre aber dann doch etwas teurer gekommen als die Pendelei. Wobei er anmerkt, dass das Angebot von Studentenwohnungen und -zimmern in Furtwangen deutlich besser und günstiger sei als in Ballungsräumen wie Stuttgart oder Freiburg. Vor Ort zu wohnen habe sicherlich seinen Reiz, um noch mehr am studentischen Leben teilnehmen zu können. Wenn aber jemand auf viele Partys und jeden Abend weg wolle, „dann ist Furtwangen definitiv nicht die richtige Anlaufstelle“.

Die Stadt habe natürlich auch Bars und Kneipen zum Ausgehen, es gebe auch regelmäßig WG-Partys. „Man muss sich ein bisschen ein Netzwerk schaffen, seine Leute finden. Dann kann man schon eine sehr gute Zeit hier haben“, ist Huggers Meinung. Wobei er einräumt, dass er durch seinen Wohnort Horgen abends eher in Rottweil unterwegs sei.

Die Beliebtheit Furtwangens als Studienort sieht er auch bei seinen Kollegen. Die meisten von ihnen, die nun den Master machten, hätten auch in Furtwangen ihren Bachelor-Abschluss absolviert. Wenn sie mit den Gegebenheiten nicht zufrieden gewesen wären, hätten sie auch die Hochschule wechseln können. Ein Plus seien auch die „wunderschöne Landschaft“ und verschiedene Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren oder Skifahren.

Hochschule kooperiert mit Unternehmen

Als positiv sieht Hugger die Kooperationen zwischen Hochschule und den Unternehmen. Dabei erwähnt er auch die regelmäßige Hochschulkontaktbörse, bei der Unternehmen präsent seien und ihre Arbeitsmöglichkeiten vorstellten. Soweit Hugger bekannt ist, würden die Firmen in der Region gerne Mitarbeiter beschäftigen, die an der HFU studiert hätten. Und viele Studenten würden sich beruflich in der Region oder zumindest innerhalb Baden-Württembergs orientieren.

Hugger betont für sich: „Es war definitiv die richtige Entscheidung, hier zu studieren.“