Die Ludwig-Uhland-Schule in Schömberg Foto: Wolfgang Krokauer

Die Werkrealschule Schömberg sollte schließen, meint eine Studie. Bürgermeister Matthias Stepan und Schulleiter Hans-Jürgen Weber reagieren unaufgeregt.

17 selbstständige, nicht gymnasiale weiterführenden Schulen gibt es derzeit im Kreis Calw.

 

Die Initiative für eine Neue Sekundarschule würde diese Struktur gerne anpassen – und landesweit alle weiterführenden Schularten (außer den Gymnasien) unter einem Dach zusammenfassen.

Am Ende elf Neue Sekundarschulen

Am Beispiel von vier Landkreisen – darunter der Kreis Calw – skizzierten Bildungsforscher, Schulpraktiker und die Robert-Bosch-Stiftung unlängst, wie das konkret aussehen könnte.

Im Kreis Calw blieben dieser Analyse zufolge am Ende elf Neue Sekundarschulen. An vier Standorten gäbe es Zusammenschlüsse der Schularten.

Ein Gedankenspiel

Und zwei Standorte müssten aufgrund der geringen Schülerzahl schließen. Neben der Werkrealschule in Haiterbach träfe es dabei auch die Werkrealschule in Schömberg.

Aktuell handelt es sich dabei um nicht viel mehr als ein Gedankenspiel.

Und doch: Was halten die Verantwortlichen vor Ort vom Vorschlag, die Werkrealschule in Schömberg auslaufen zu lassen? Wäre es praktikabel, wie in der Analyse vorgeschlagen, wenn Schömberger Schüler sich nach Calmbach oder Bad Liebenzell orientieren müssten? Welche Gründe sprechen für den Erhalt der Schule? Wie viele Schüler besuchen sie derzeit? Und wie bewerten sie den Vorschlag, die bei einer etwaigen Schließung der Werkrealschule frei werdende Räume für die Ganztagsbetreuung der Grundschule nutzen zu können?

Diese Fragen stellten wir sowohl Schömbergs Bürgermeister Matthias Stepan als auch Hans-Jürgen Weber, Schulleiter der Ludwig-Uhland-Schule Schömberg. Die Antworten fallen unaufgeregt und knapp aus.

So heißt es seitens der Gemeinde, bei der veröffentlichten Studie handele es sich um eine Modellrechnung und einen Vorschlag – ob und inwieweit sich die neue Landesregierung daran orientiere, bleibe abzuwarten.

„Schömberg soll auch in Zukunft ein attraktiver Schulstandort sein“

„Für uns ist das Ziel klar, Schömberg soll auch in Zukunft ein attraktiver Schulstandort sein“, unterstreicht Bürgermeister Stepan. „Daher werden sich die Verwaltung und der Gemeinderat dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingen für junge Menschen aus der Gemeinde und der Umgebung stimmen und sie ihren Schulabschluss in der Glücksgemeinde machen können. Dabei geht es beispielsweise um eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Schulleiter Weber stimmt den Ausführungen zu. Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt er lediglich, „dass wir uns der Aussage unseres Schulträgers anschließen“.