Die Kommunikation der Firma Holcim rund um den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg ist Gegenstand der Untersuchungen, die der Student Leon Mohl im Rahmen seiner Bachelorarbeit untersucht. Foto: Schnurr/Archiv

Ein Student der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg untersucht derzeit, wie gut sich die Einwohner der Gemeinden am Plettenberg von der Firma Holcim über den Kalksteinabbau informiert fühlen.

Leon Mohl, Student im Bachelorstudiengang Nachhaltiges Regionalmanagement an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg, geht im Rahmen seiner Bachelorarbeit der Frage auf den Grund, wie gut sich die unmittelbaren Anwohner des Plettenbergs von der Firma Holcim, die dort Kalkstein abbaut, informiert fühlen. Aus diesem Grund hat der 25-Jährige eine Umfrage erstellt, die er in den vergangenen Wochen auf verschiedenen Wegen gestreut hat.

 

Ziel seiner Arbeit ist es , die Kommunikationsmaßnahmen rund um den Steinbruch Plettenberg zu analysieren und zu optimieren.“Ich möchte herausfinden, wie sich die Anwohner informieren, über welche Kanäle sie am besten zu erreichen sind und welche Themen für sie besonders relevant sind“, erklärt der Dusslinger.

Plettenberg ist Thema

Der Student betont, dass sich die Fragen ausschließlich auf den Steinbruch Plettenberg beziehen und nicht auf andere werkbezogene Themen wie Emissionen oder Sonstiges.

Die Umfrage lief über mehrere Wochen bis zum 9. Februar und richtete sich an die Einwohner der Gemeinden, die unmittelbar an den Plettenberg grenzen, also Dotternhausen, Ratshausen und Hausen am Tann.

Um die 100 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen

Mohl stellte den Teilnehmern Fragen wie über welche Wege sie Informationen zum Plettenberg erhalten, welche Themen sie besonders interessieren und welche Angebote sie sich wünschen, damit die Informationen rund um den Kalksteinabbau sie besser erreichen. Es standen sowohl Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, aber es gab auch Platz für Freitext.

Die Umfrage wurde unter anderem im Amtsblatt der Gemeinde Dotternhausen beworben, zusätzlich hat der Student Flyer verteilt, in denen die Menschen zur Teilnahme ermutigt wurden. Kurz vor Ablauf der Frist haben um die 100 Menschen an der Umfrage teilgenommen. „Eine feste Zielgröße an Teilnehmern gibt es nicht“, erklärt Mohl. Jedoch erhöhten mehr Teilnehmer die Aussagekraft der Ergebnisse.

Vergleich mit anderen Unternehmen

Parallel zur Umfrage und der Untersuchung der Kommunikationswege der Firma Holcim analysiert Mohl zudem oberflächlich, welche Kommunikationsmaßnahmen andere Unternehmen der Steine- und Erdenindustrie nutzen.

Als Konsequenz seiner Untersuchungen will Mohl konkrete Handlungsempfehlungen ableiten zur Verbesserung der Kommunikation seitens Holcim. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen werde er der Holcim (Süddeutschland) GmbH vorlegen, eine Veröffentlichung sei derzeit allerdings nicht geplant.

Die Umfrage ist abgeschlossen, die Auswertung steht noch aus

Zwar ist die Umfrage bereits abgeschlossen, doch die Auswertung der Ergebnisse steht noch aus. Doch wie ist sein Eindruck von der Stimmung zwischen den Bürgern der Plettenberggemeinden und der Firma Holcim? „Ich denke, dass die Holcim (Süddeutschland) GmbH in der Vergangenheit bereits viel im Bereich Kommunikation unternommen hat. Beim Rohstoffabbau gibt es jedoch zwangsläufig auch kritische Stimmen. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Mehrheit der Bevölkerung ein gutes Verhältnis zum Unternehmen hat und die positiven Aspekte, die dadurch entstehen, wertschätzt“, erklärt der Student.

Thema weiter verfolgen

Das Thema, das er in seiner Bachelorarbeit behandelt, ist übrigens Mohls Wunschthema. Nachdem er bereits in seinem Praxissemester beim Dotternhausener Zementwerk gearbeitet hatte, wollte er in seiner Bachelorarbeit tiefer in diesen Bereich eintauchen. Nach Rücksprache mit der Kommunikationsabteilung des Unternehmens erhielt er schließlich die Zusage.

Nach Beendigung seines Bachelorstudiums möchte Mohl sein Wissen in einem Masterstudium weiter spezialisieren. „Das Thema rund um den Standort Dotternhausen werde ich auch in Zukunft weiter verfolgen“, sagt der Student.