Schlagartig war in der Nacht auf Mittwoch der Strom weg. Zumindest in Trillfingen sogar ziemlich großflächig. Die Netze BW nennt den Grund dafür.
Die Uhr zeigte schon Richtung Mitternacht, als in Trillfingen mit einem deutlich vernehmbaren Geräusch plötzlich alle Lichter ausgingen. Ein Blick nach draußen zeigte, dass es nahezu überall stockdunkel war. Man fühlte sich an den Fasnetsdonnerstag erinnert, als im Raum Haigerloch wegen eines Erdschlusses im Umspannwerk bei Trillfingen großflächig die Lichter ausgingen.
Etliche Ortschaften betroffen
Diesmal war es ähnlich. Nicht nur in Trillfingen, sondern auch in Bad Imnau war der Strom plötzlich weg, Ein Blick auf die Karte der Störungsauskunft offenbarte auch in den Nachbardörfern Mühringen, Felldorf und Bierlingen Stromausfälle.
Die Netze BW bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es in der Nacht (etwa gegen 23.55 Uhr) zu einer größeren und komplexen Störung im Mittelspannungsnetz gekommen ist, bei der an drei verschiedenen Standorten elektrische Betriebsmittel beschädigt wurden. Der erste Defekt trat laut Netze BW in Eckenweiler auf, wo ein Kabel Schaden nahm. In der Folge kam es auch in Trillfingen und Börstingen zu Ausfällen von Mittelspannungskabeln.
Problem nach einer Stunde gelöst
Durch gezielte Umschaltungen konnte der Entstördienst von Netze BW gemeinsam mit der Leitstelle die Stromversorgung Schritt für Schritt jedoch wiederherstellen. Bereits um 00:29 Uhr (6. Mai) waren die ersten Haushalte wieder mit Strom versorgt und um 00:56 Uhr auch die letzten betroffenen Haushalte. Am Mittwoch, wurden zudem umfangreiche Reparaturarbeiten begonnen, die voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen werden.
Solche Störungsereignisse, so der Energieversorger weiter, seien zwar selten, ließen sich jedoch nicht immer vermeiden. Dank der redundanten, also doppelt gesicherten Stromversorgung, konnte auch in diesem Fall die Stromzufuhr rasch wiederhergestellt werden. Die Mittelspannungsnetze der Netze BW sind als offene Ringstrukturen aufgebaut. Diese Bauweise ermöglicht es dem Unternehmen, bei einer Störung die Versorgung über das jeweils andere Ende des Rings sicherzustellen.