Im Umspannwerk der Netze BW bei Trillfingen lag die Ursache für einen großflächigen Stromausfall im Raum Haigerloch und Rangendingen. Foto:  

Mitten in der schönsten Saalfasnet stehen die Narren plötzlich im Dunkeln. Was der Grund für den großflächigen Stromausfall am Auseliga im Raum Haigerloch und Rangendingen war.

In der Stettener Glückaufhalle lief die Hemadglonker-Fasnet auf vollen Touren, als plötzlich das Licht ausging und die Närrinnen und Narren für mindestens eine halbe Stunde im Dunkeln standen. Die Lombakapell überbrückte die Wartezeit mit einem spontanen Auftritt und hielt so die Stimmung am Laufen.

 

Was auf dem Stettener WhatsApp-Ortskanal tags darauf mit einem „größeren Kabelschaden“ hinter dem örtlichen Feuerwehrgerätehaus erklärt wurde, weiß die von unserer Zeitung befragte Pressestelle der EnBW etwas präziser, denn es kam nicht nur in Stetten zu Stromausfällen, sondern offenbar auch im nördlichen Teil von Hart, in Bad Imnau, in Owingen sowie in Bietenhausen und Höfendorf. Auch im Horber Stadtteil Mühringen war der Strom weg.

Erdschluss löst das Dilemma aus

Tatsächlich ist es laut EnBW am Abend des „Auseliga Dauschteg“ um 20.33 Uhr zunächst im Rangendinger Ortsteil Bietenhausen zu einer Stromunterbrechung gekommen. Ursächlich dafür war ein Erdschluss im Umspannwerk Trillfingen. Bei einem Erdschluss entsteht eine unerwünschte, leitende Verbindung zwischen einem Kabel und der Erde. Die genauen Gründe hierfür werden derzeit noch eingehend untersucht.

Der technische Defekt in Bietenhausen führte zu Folgefehlern im Netz, wodurch auch die Stadt Haigerloch und der Rangendinger Ortsteil Höfendorf von einer Stromunterbrechung betroffen waren.

Schaden wird rasch behoben

Durch die redundante, also doppelt gesicherte Stromversorgung, so schreibt der Energieversorger weiter, war aber die schnelle Rückkehr des Stroms in Etappen möglich: So hatten um 21.06 Uhr die ersten und um 21.41 Uhr alle betroffenen Haushalte wieder Strom.