In der jüngsten Gemeinderatssitzung gaben Vertreter von Netze BW einen Überblick zur Tuninger Stromversorgungs-Infrastruktur und zur Versorgungssicherheit im Ort.
Thomas Schlegel, Patrick Kuhn und Manuel Landes gaben in der jüngsten Gemeinderatssitzung fachkundige Informationen zu aktuellen Investitionsthemen und zur Zielerreichung der Energiewende
„Wir sind aktuell massiven Voraussetzungen ausgesetzt und die Komplexität steigt weiter“ so die Spezialisten. Das Thema erneuerbare Energie ist in Tuningen voll angekommen, was sich in der Leistung der gesamten Tuninger Anlagen eindeutig spiegelt, rund 86 Prozent des Strombedarfs wird aktuell selbst erzeugt.
Der Schwerpunkt liegt in den beiden Freiflächenanlagen entlang der Autobahn A 81 und Dachanlagen aber auch die acht Biomasseanlagen im Ort führen massiv Strom in die Leitungen ein.
Gering indessen ist der Anteil an den kleinen Balkonkraftwerken doch jede Anlage hilft, um dem Ziel der Klimaneutralität spätestens 2035 zu erreichen. Derzeit sind in Tuningen 81 Ladestationen vorhanden, gemeldet sind aktuell 144 E-Fahrzeuge.
Die Umsetzung der weiteren Freiflächenanlage Richtung Sunthausen wird einen weiteren Beitrag zur umweltfreundlichen Energie bringen, dann wird Tuningen vermutlich rechnerisch bereits die komplette Energie selbst erzeugen können.
In 2026 kommen erhebliche Investitionen auf den Netzbetreiber zu, so wird die Freileitung nach Trossingen demontiert da in den vergangenen zwei Jahren entsprechende Leitungen unterirdisch verlegt wurden. Dies war wichtig da man immer höhere Stromschwankungen hat. Einerseits durch die Einspeisung der Anlagen aber auch die Bedarfe im Schwerpunkt der Industrie. Man hatte eine äußerst geringe Ausfallzeit, die Versorgungssicherheit war stets gegeben.
Eine weitere Investition steht in der Erschließung des Neubaugebietes Eckritt II an aber auch eine zusätzliche Leitung von Tuningen nach Sunthausen kommt in die Umsetzungsphase. Das energiepolitische Dreieck Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und der Klimaschutz seien stets in Einklang zu bringen und das fordert den Netzbetreiber immens.
Die Gemeinderäte nahmen den Bericht zur Kenntnis und fühlen sich bei der Netze BW unverändert gut aufgehoben, war die einhellige Meinung.