Stürzte während der Fasnet in Mühlheim-Renfrizhausen ein Baum auf die Stromleitung, war für den Stromausfall am Montag ein Kabel in der Bergfeldener Panoramastraße verantwortlich (Symbol-Foto). Foto: Pixabay/ahafid

Was die Ursache für den großflächigen Stromausfall in Bergfelden, Sigmarswangen, Vöhringen und Aistaig war und welche Maßnahmen dagegen unternommen werden, erklärt Udo Huber von der Stromversorgung Sulz.

Der am Montag stattgefundene Stromausfall, bei dem die Sulzer Ortsteile Bergfelden und Sigmarswangen nahezu komplett von der Energieversorgung abgeschnitten waren, sorgte im Netz für Aufruhr.

 

Lag es an der veralteter Technik, fragten sich die einen, während die anderen eine lokale Überlastung im Mittelspannungsnetz für wahrscheinlicher hielten.

Kein altes Kabel

Unsere Redaktion hat bei Udo Huber, dem Technischen Geschäftsführer der Stromversorgung von Sulz nachgefragt, was er über die Hintergründe weiß.

„Der Stromausfall war auf einen Fehler an einem 20-kV-Kabel im Bereich Bergfelden, Panoramastraße zurückzuführen“, erklärt er. Dabei habe es sich aber keineswegs um ein „veraltetes“ Kabel gehandelt.

Vermehrte Fehler aufgetreten

„Diese Kabeltypen sind vielfach im Netz verbaut und auch von der zu erwartenden Lebensdauer noch in Ordnung“, erläutert er. So sei der Leiterquerschnitt für die aktuelle Belastung sowie auch für die zu erwartenden Laststeigerungen in den kommenden Jahren gut dimensioniert und auch mit entsprechender Reserve ausreichend.

„Allerdings sind auf dieser Kabelstrecke in letzter Zeit leider mehrere Fehler mit unklarer Ursache aufgetreten“, blickt er auf die vergangenen Wochen und Monate zurück. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, werde man das Kabel deshalb außerplanmäßig durch ein neues Erdkabel ersetzen.

Stelle wird repariert

„Diese Arbeiten sind baldmöglichst geplant“, skizziert Huber den Zeitplan. Allerdings müssten erst noch die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben werden. Ebenso seien die benötigten Kabellängen nicht lagermäßig vorrätig und müssen ebenso beschafft werden.

„Wir gehen jedoch davon aus, dass wir die Arbeiten zeitnah ausführen können“, versichert er. Unabhängig von der umfangreichen und teuren Auswechslung wurde in einem ersten Schritt die defekte Stelle lokalisiert und aktuell repariert. „Dadurch kann der Leitungsring bis zur Auswechslung wieder in Betrieb genommen werden“, kommt Huber auf die Folgen für die Anwohner zu sprechen.

Kein Strom zur Fasnet

Von dem Energieausfall waren neben den Sulzer Orten auch Vöhringen und der Oberndorfer Ortsteil Aistaig betroffen.

Mit Stromunterbrechungen hatten einige Sulzer in der Vergangenheit des Öfteren zu kämpfen.

So führte während dem 25. Jubiläum der Narrenzunft Mühlheim-Renfrizhausen ein umgestürzter Baum dazu, dass für beide Ortsteile sowie Holzhausen und Fischingen, aber auch benachbarte Gemeinden wie Empfingen oder Haigerloch-Bittelbronn um die Mittagszeit kein Strom mehr da war.

Kaspar und Melchior im Dunklen

An Heilig-Drei-Könige hatte es gegen 22.32 Uhr einen technischen Defekt an einem Mittelspannungskabel gegeben. Das Ergebnis: In Vöhringen, Wittershausen und Bergfelden gingen für bis zu 72 Minuten die Lichter aus.

Und keine 24 Stunden später – nämlich um 20.53 Uhr – waren erneut einige Haushalte im Norden von Bergfelden ohne Strom. Diesmal war die Ursache ein technischer Defekt in einer Trafostation.