„Das Tal ist bunt“ – so könnte eine heile Welt aussehen: Unter diesem Motto bringt sich der Freudenstädter Stricktreff „SmS“ bei der Gartenschau im „Tal X“ ein.
Manch einer kennt sie vielleicht schon durch ihre öffentlichen Aktionen, beispielsweise als sie kunstvoll das Glockenspiel am Martin-Luther-Platz verhüllt haben: die Frauen des Freudenstädter Stricktreffs „SmS“ (Stricken macht Spaß). Nun haben die Frauen anlässlich der Gartenschau im „Tal X“ ein neues Projekt geplant.
Der Nabu Freudenstadt sei bei der Gartenschau in der Rußhütte im Christophstal vertreten, wo sich auch der Stricktreff mit seinem Projekt einbringe. Da der Nabu für eine heile Welt kämpft, wollten sie mit ihrem Projekt zeigen, wie Freudenstadt und Baiersbronn vereint in einer heilen Welt aussehen könnten, erklärt Marlies Heinzelmann, langjähriges Mitglied des Treffs. Das Projekt stehe unter dem Motto „Das Tal ist bunt“.
Die Blumen blühen, die Bienen summen, die Sonne strahlt, und mittendrin stehen vereint das Logo der Stadt Freudenstadt und das Baiersbronner Wappen – dieses Bild zeigt das 1,5 mal zwei Meter große Tableau, das gemeinsam von den Frauen des Stricktreffs gefertigt wird.
Kilometerweise Garn
Sie hätten dafür bisher ganze 16 Kilometer Garn verarbeitet. Die bisher gefertigten Teile müssten nur noch zusammengesetzt werden, dann seien sie bereit für die Gartenschau. Dazu komme noch ein Banner, das das Tableau zieren soll. Darauf wurden in fein säuberlicher Kleinarbeit der Spruch „Das Tal ist bunt“ sowie Marienkäfer, Schmetterlinge, verschiedene andere Tiere, Kleeblätter und kleine Männchen gestickt.
Bestickt habe es mit 93 Jahren die Alterspräsidentin des Stricktreffs, Erna Nusskern. Sie sei, ebenso wie Heinzelmann, eine der wenigen, die noch vom ursprünglichen Stricktreff – damals noch unter dem Namen „Strickplausch“ – aus 2012 übrig sind. Seitdem habe sich die Konstellation des Treffs öfter mal verändert. Derzeit verzeichneten sie zehn Mitglieder. Es sei jedoch jeder eingeladen, der Lust hat, sich den Strickerinnen anzuschließen.
Workshop geplant
Das Tableau ist jedoch nicht das einzige Projekt, an dem der Stricktreff derzeit arbeitet, verrät Heinzelmann. Zudem sei an drei Tagen, verteilt von Juni bis September, noch ein Windspiel-Workshop geplant. Der Veranstaltungsort werde noch bekanntgegeben.
Auch einfache Modelle
In diesem Workshop könne man unter Anleitung des Stricktreffs sein eigenes Windspiel häkeln, wobei es einfachere und schwierigere Modelle gebe. Nach Einschätzung des Treffs sollten jedoch auch Nicht-Häkler innerhalb einer halben Stunde ein Windspiel fertigstellen können.
Für die weniger begabten Häkler und Kinder fertigen die Frauen schon mal ein paar kleine Köpfe vor, mit denen man sein Windspiel dann noch veredeln kann, erklärt Heinzelmann. Bei den Köpfen könne man sich zwischen verschiedenen Tieren, Früchten oder Feen entscheiden.