Das Streichwehr in Leinstetten soll umgebaut werden. Foto: Stöhr

Der geplante Umbau des Streichwehrs am Heimbach, die Verkehrssituation und Straßensanierungen beschäftigten den Ortschaftsrat in Leinstetten. Die Meinungen spalten sich allerdings.

Mehrere Themen, die im April im Dornhaner Gemeinderat auf der Tagesordnung standen, fanden den Weg in den Ortschaftsrat. Der Umbau der Streichwehres am Heimbach in Leinstetten, der Energiebericht 2024 und das Straßensanierungsprogramm 2025 gehörten dazu.

 

Das Streichwehr des ehemaligen Sägewerks am Heimbach in Leinstetten soll umgebaut werden. Auftraggeber ist die Stadt Dornhan. Ziel sei die Herstellung beziehungsweise Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit entsprechend den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, teilte das technische Bauamt der Stadt mit.

Dazu müsse das 18 Meter lange, fünf Meter breite und 1,80 Meter hohe Wehr in Raugerinne mit Beckenstrukturen umgebaut werden. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr ausgeführt werden, heißt in der beschränkten Ausschreibung. Als Ausführungszeit der Baumaßnahme wird August/September 2025 genannt.

Die Vergabe soll laut Bauzeitenplan Mitte Juni erfolgen. Im Haushaltsplan 2025 wurden Mittel in Höhe von 200 000 Euro eingestellt. Die Maßnahme soll insgesamt etwa 240 000 Euro kosten, informierte Ortsvorsteher Georg Bronner.

Ortsvorsteher fühlt sich übergangen

Was die Sinnhaftigkeit der Maßnahme angeht, wurden unterschiedliche Meinungen aus dem Ortschaftsrat geäußert. Hätte eine knappe Viertelmillion Euro nicht anderweitig besser eingesetzt werden können? Warum wurde der Ortschaftsrat nicht früher mit einbezogen?

Er fühle sich ein wenig übergangen, gab der Ortsvorsteher offen zu. Dass das Wehr umgebaut werde, sei ja an sich nicht verkehrt, äußerte sich ein weiterer Ortschaftsrat. Es gebe Ökopunkte dafür. An der Umsetzung gab es aber Kritik. Viel ausrichten könne man ohnehin nicht mehr.

Darin waren sich die Räte mehr oder weniger einig. Der Beschluss sei schon gefallen. Der Gemeinderat hat bereits zugestimmt, dass die Arbeiten vergeben werden. Dennoch wünsche man sich bei solchen Themen mehr Einbindung der Gremien vor Ort, so der Wunsch des Ortschaftsrats.

Parksituation sorgt für Kritik

Welche Stellen im Ort würden sich für eine Verkehrsschau eignen? Anregungen seien aus der Bevölkerung eingegangen, erklärte der Ortsvorsteher. Genannt wurden die Kreuzung Dürrenmettstetter Straße/Kreuzwiesenweg und der Wendebereich an der Birkenstraße in Bettenhausen.

Hier sei die Parksituation problematisch. Die Wendemöglichkeit sei dadurch enorm eingeschränkt. Auch an der Sommerbergstraße gebe es parkende Autos trotz Halteverbotsschild. Unter „Verschiedenes“ wurde außerdem die Anbringung von Anzeigetafeln in der Dornhaner Straße in Bettenhausen und in der Glattalstraße angeregt.

Straßensanierungsprogramm

Einige Sanierungsarbeiten sieht das Straßensanierungsprogramm 2025 im Dornhaner Stadtgebiet vor. Bereits beauftragt, aber noch nicht ausgeführt, wurden außerdem noch weitere Straßensanierungsarbeiten aus dem Jahr 2024.

Der Friedhofsweg sei jetzt fertig, ebenso die Steige, informierte Bronner. Ein Teilabschnitt des Tauchhaldenwegs soll dieses Jahr noch kommen. Auch die Asphaltarbeiten Bettenhausen-Brachfeld seien beauftragt.