Stadträtin Bärbel Altendorf-Jehle will bei der anstehenden Kommunalwahl nicht mehr antreten. Das hat sie nun in der jüngsten Sitzung des Freudenstädter Gemeinderats angekündigt.
Immer wieder sorgt Bärbel Altendorf-Jehle von der Bürgeraktion (BA) mit ungewöhnlichen Vorschlägen für Aufregung im Freudenstädter Gemeinderat – und für spannende Schlagzeilen. Ihre Wortgefechte mit OB Julian Osswald sind legendär.
Doch damit ist es nun bald vorbei. Denn in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend kündigte Altendorf-Jehle an, bei der im Juni anstehenden Kommunalwahl nicht mehr antreten zu wollen.
„Der Hauptgrund für meinen Rückzug, das sind Sie, Herr Osswald“, meinte Altendorf-Jehle in Richtung Oberbürgermeister. „Was soll ich denn noch hier, wenn Sie nicht mehr da sind?“ Zum Hintergrund: Schon im April hatte Osswald im Gemeinderat angekündigt, bei der nächsten Wahl nicht mehr für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren zu wollen.
Altendorf-Jehle blickte in ihrer kurzen Rede noch mal auf die nicht immer einfache Zusammenarbeit mit Osswald zurück. „Wir waren nie Romeo und Julia.“ Auch habe Osswald sie mal mit Pippi Langstrumpf verglichen. „Ich würde mir die Welt so machen, wie sie mir gefällt.“
Passend dazu zog Altendorf-Jehle dann eine Parallele zu einer anderen Figur von Astrid Lindgren: „Okay, ich war ab und an Pippi Langstrumpf. Aber dann waren Sie auch hin und wieder der Michel aus Lönneberga. Und in manchen Sitzungen hätte ich Sie gerne, statt hier im Gremium, beim Schnitzen im Schuppen gewusst.“