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Streit um Marktplatz Keine Hilfe für Café Scholz

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Am 31. März schließt das beliebte Café am Marktplatz. Foto: Leif Piechowski

Stuttgart - Das Ende des Café Scholz am Marktplatz zum 1. April hat den Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats beschäftigt. Die Christdemokraten, die mit einem Antrag die Debatte entfacht hatten, sahen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, die Schließung des beliebten Treffpunkts für Wahlkampfzwecke zu nutzen.

Das Scholz war in das Haus Marktplatz 12 vor zehn Jahren eingezogen. Angesichts der Miete von mehr als 20 000 Euro pro Monat und einer anstehenden Renovierung entschieden die Betreiber, den Mietvertrag vorzeitig zu kündigen. Einziehen soll danach die Schmuckkette Thomas Sabow aus Lauf an der Pegnitz, die ihre Produkte weltweit in mehr als 240 Shops vertreibt und in Stuttgart in der Büchsenstraße und auch weiterhin bei Breuninger präsent ist. Eine Bestätigung war von der Firma Sabow am Freitag nicht zu erhalten.

Mit dem Ende des 2003 mit viel städtischer Hilfe eingezogenen Cafés wird der Marktplatz öder werden. Das bedauerten am Freitag alle Fraktionen. Einwirkungsmöglichkeiten gebe es aber keine, und man könne „in diesem Fall den Schwarzen Peter auch nicht der Stadtverwaltung zuschieben“, wie es die CDU in ihrem mit einem „Unterton“ versehenen Antrag versuche, teilte Finanzbürgermeister Michael Föll, selbst bei der CDU, zu Beginn der Debatte aus. Es liege vielmehr der „klassische Fall“ vor, dass sich Mieter und Vermieter nicht über die Miethöhe einigen könnten. Das sei Marktwirtschaft. Bei der Frage, ob die Stadt das Gebäude nicht kaufen könne, drehe sich ihm „ordnungspolitisch der Magen um“, so Föll.

Die von der Stadt erhobene Gebühr für die Außenbewirtschaftung sei jedenfalls verglichen mit der Miete ein „Nasenwasser“, und die erst 2013 angepassten Gebühren seien auch von der CDU mit beschlossen worden.

„Die Stadt kann nicht eingreifen, der Pächter hat sie auch nicht informiert“, pflichtete Silvia Fischer (Grüne) bei. Hans Pfeifer von der SPD warnte vor „Betroffenheitslyrik“, eine „Lex Café Scholz“ könne es nicht geben. Auch die Freien Wähler verwahrten sich gegen eine Subvention. FDP-Fraktionschef Bernd Klingler regte an, die Außenbewirtschaftung grundsätzlich einfacher zu handhaben.

Die CDU sah sich zu Unrecht kritisiert. Der Stadt solle nicht der Schwarze Peter zugeschoben werden, sagte Fabian Mayer, es habe aber Fälle gegeben, in denen sie Grundstücke aufgekauft habe, um handeln zu können. Mayers Fraktionskollege Joachim Rudolf hatte eine gestaffelte Pacht für den Marktplatz angeregt.

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