Dem Sportverein des Ortes, dem TSV Göllsdorf, geht es jetzt zu weit mit der Hallenbelegung. (Archiv) Foto: Nädele

Kommendes Wochenende belegt der Gemeinderat in einer Klausurtagung die Göllsdorfer Mehrzweckhalle. Mit seinen Sitzungsterminen ist er wöchentlich zu Gast, regelmäßig tagt auch der Kreistag, und einmal im Monat nutzt der Ortschaftsrat die Halle als großen Sitzungssaal. Das geht dem Sportverein des Ortes, dem TSV Göllsdorf, zu weit.

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Rottweil-Göllsdorf - Das geht dem Sportverein des Ortes, dem TSV Göllsdorf, zu weit. "Uns entfallen Übungsstunden", informierte die Vorsitzende Jennifer Stoll in jüngster Ortschaftsrats-Sitzung. "Wir müssen zusammenhalten und zusammenrücken." Das sei für den Verein keine Frage und angesichts der Corona-Lage "selbstverständlich", aber dem müssten allen gerecht werden, bat Stoll um eine bessere Kommunikation.

Anliegen des TSV

Um Mitgliedern und Übungsleitern den Start in die Saison zu ermöglichen, benötige der Verein Planungssicherheit. "Es wird für uns zunehmend schwer, uns zu rechtfertigen", sagte Stoll.

Ortsvorsteher Wolfgang Dreher war bereits tätig. Er habe die Geschäftsführung des Gemeinderats nach Ausweichmöglichkeiten in andere Hallen befragt, berichtete er. In der ersten Reaktion wurde ihm erläutertet, dass andere in Frage kommende Räumlichkeiten entweder zu klein wären oder es, etwa in den Sporthallen, an der Bestuhlung fehle. Auch sei daran erinnert worden, dass in der Mehrzweckhalle in Göllsdorf Beamer befestigt, Lautsprecher installiert und eine Leinwand angebracht wurde.

Wo soll Gemeinderat hin?

Aus der Stadthalle musste der Gemeinderat weichen, weil dort das Impfzentrum eingerichtet wurde. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Stadthalle das Impfzentrum noch bis Juli beheimatet. Die Geschäftsführung des Gemeinderats sei aber bemüht, Ausweichtermine in anderen Hallen zu finden.

Und dem Ortschaftsrat Göllsdorf sei es möglich, den Sitzungstermin von Dienstag auf Samstag zu verschieben, sagte Dreher. Das Feuerwehrgerätehaus sei für den Rat keine Alternative, da es aufgrund der notwendigen Abstandsregeln zu klein sei.

Den Sonnensaal im Kapuziner zu nutzen, wie von Ehrenmitglied Jürgen Schneider vorgeschlagen, hielt Dreher für unrealistisch: "Den Kapuziner erhält die Stadtverwaltung nicht zum gleichen Preis wie die Halle." Und schloss: "Es sind schwierige Zeiten, wir müssen aufeinander Rücksicht nehmen und schauen, dass wir aneinander vorbei kommen."

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