Mexikanische Tacos und saftige Smash Burger sind nur ein Teil des kulinarischen Angebots. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Vom 24. bis 26. April feiert die Streetfood-Fiesta Premiere in der Balinger Innenstadt. Veranstalter Tomas Sanchez Martinez gibt einen Ausblick auf das Programm.

Die Verführung wartet in Trucks – fluffig, knusprig, fruchtig. Manche heiß und fettig, andere knackig und frisch. Eine Mischung vom Besten, was die Straße hergibt – oder vielmehr: die Straßen der Welt. „Wir sind international aufgestellt, das macht uns schon aus“, sagt Tomas Sanchez Martinez. Seit zehn Jahren organisiert er gemeinsam mit seinem Team die Streetfood-Fiesta, mittlerweile in ganz Süddeutschland. Vom 24. bis 26. April macht das Festival erstmals Station in der Balinger Innenstadt.​

 

Das ist keinem Zufall geschuldet: „Wir hatten das schon länger vor.“ Es gab zunächst noch einen Mitbewerber, der jedoch sein Geschäft aufgegeben habe, so Sanchez Martinez. Mit der Stadt sei er sich schnell einig geworden: Der Platz rund um die Balinger Stadtkirche, angrenzend an den Wochenmarkt, sei ideal. „Die Kombination rund um die Kirche bietet die beste Synergie: Das Festival belebt die Stadt nochmal zusätzlich, gleichzeitig profitieren wir natürlich von der Laufkundschaft.“ Die Besucher erwartet drei Tage Genuss und Stimmung, sagt Sanchez Martinez.

17 Foodtrucks an drei Tagen

Und was ist kulinarisch geboten? An 17 Foodtrucks gibt es eine Bandbreite internationaler Spezialitäten: von saftigen argentinischen Steak-Sandwiches, kolumbianischen Arepas aus Maismehl und venezolanischen Empanadas bis hin zu rumänischen Klassikern, griechischem Gyros und süßen Trend-Leckereien aus Korea.

„Wir achten darauf, dass es keine Wiederholungen gibt und möglichst viele unterschiedliche Küchen vertreten sind“, erklärt Sanchez Martinez. So können die Gäste auf eine kleine Weltreise der Aromen gehen, ohne die Balinger Innenstadt zu verlassen. Ein besonderes Highlight kommt aus Sigmaringen: Foodtruck-Betreiber Tobias Flohr, bekannt für „Deutschlands besten Burger“, bringt seine Kreationen nach Balingen. Das Besondere am Burger: Neben einem klassischen Rindfleisch-Patty verwendet Flohr zerdrückten, panierten Camembert. Zusammen mit Burgersauce, Rucola, Bacon und Zwiebel-Chutney auf einem Laugenbrötchen entsteht so der „falsche Smash“.

Stamm an Straßenmusikern

Die Auswahl der Foodtrucks für die Streetfood-Fiesta erfolgt nach jahrelanger Erfahrung: Viele der Anbieter begleiten die Veranstalter schon seit Jahren auf ihrer Tour durch Süddeutschland, die Hälfte der Plätze ist oft schon früh vergeben. Immer wieder kommen jedoch auch neue Trucks hinzu. „Was uns ausmacht, ist die familiäre Atmosphäre, das gute Miteinander.“ Das Konzept setzt von Anfang an auf Innenstädte, die Anbieter können eigenständig arbeiten. Ziel sei es, die immer häufiger totgesagten Innenstädte in Deutschland zu beleben, so Sanchez Martinez.

Event dauert über drei Tage

Neben den kulinarischen Angeboten sorge das Festival auch für Stimmung: Straßenmusiker, die schon lange Teil der Fiesta sind, spielen gegen Hutgeld. „Natürlich können wir nie genau sagen, wer kommt. Aber es gibt mittlerweile einen Stamm an Musikern, die immer wiederkommen und uns manchmal auf der Tour hinterherreisen.“ Früher haben Sanchez Martinez und sein Team noch große Bühnen aufgebaut, doch steigende Kosten, allem voran GEMA-Gebühren, führten zu einem Umdenken. „Die Kosten dafür sind heute nicht mehr darstellbar.“

Drei Tage lang werden sich vor der Stadtkirche die Düfte exotischer Gewürze mit dem Geruch von gebratenem Fleisch und süßem, frittiertem Teig vermischen. Begleitet von dem Zischen von Pfannen und Grillplatten und Musik. Drei Tage lang wird die Balinger Innenstadt am letzten Aprilwochenende so zu einem Ort, an dem die Straßen der Welt plötzlich ganz nah sind.