75 Bilder gab es beim elften Street-Art-Festival in Blumberg zu bestaunen. Die Kunstmeile lockte Besucher aus der ganzen Region an. Das Picknickkonzert sorgte für beste Stimmung.
Bereits am Samstag, 12. Juli, war der Andrang beim elften Street-Art-Festival groß und überall war Begeisterung zu verspüren. Ob die insgesamt 75 Gemälde auf Asphalt oder das abwechslungsreiche Rahmenprogramm auf der Festbühne garantierten ein ganz besonderes Erlebnis.
Die über 30 Profimaler, die zahlreichen Hobbykünstler, Schulen und Kindergärten sorgten für harmonische Abwechslung. Ob der sechs auf vier Meter große, stolze Schimmel von dem weltbekannten Profimaler Nikolaj Arndt oder die herrlich naive Kunst der jüngsten Hobbymaler ließen eine Symbiose gemeinsamer Inspiration aufkommen.
Alle fühlten sich gut aufgehoben und die Stimmung konnte kaum besser sein. Mittendrin die drei jungen Blumberger Malerinnen Loana Klukas (15 Jahre), Hanna Behrendt (13) sowie Laura Schweizer (14) die mit ihrem Bildnis „Schneemann Olaf“ völlig aufgehen.
Die aus der hessischen Neustadt angereiste Straßenmalerin Susanne Dieter hob vor allem die einmalige Atmosphäre hervor. „Ich komme gerne nach Blumberg, die Menschen strahlen hier viel Freundlichkeit aus“, freut sie sich über das Interesse. Mit ihrem Motiv, dem schwarz-weißen Clown zauberte sie viel Freude auf das Pflaster.
Lebensfreude pur
Lebensfreude pur strahlten auch die beiden mexikanischen Profimaler Mauricio Vargas und Santiago Hernandez mit ihren ganz speziellen Motiven in Übergröße am Rathausplatz II aus. Sie fühlen sich in Blumberg fast wie zu Hause.
Die Betreuung und das Equipment für die weltweit angereisten Künstler wird von dem Team um den Kontaktmann Clemens Benzing immer bestens gelöst. Auch die Crew der städtischen Verwaltung unter der Regie von Alexandra Bouillon ist in der Organisation an allen Ecken und Enden gefordert. Gerne wird hier das Wochenende geopfert, ist hier von allen Seiten zu hören. Mittendrin sind die Blumberger Kindergärten nebst Ortsteilen, die mit einem reichhaltigen Angebot einen abwechslungsreichen Beitrag leisten. Von Kinderschminken, Glitzer-Tattoos, Glücksrad, einer kreativen Ecke sowie einer freien Malfläche beweisen sie bunte Präsenz. Die Kindergärten waren täglich mit rund 50 ehrenamtlich tätigen Eltern und jeweils in zweistündigen Schichten im Einsatz.
Rahmenprogramm kommt an
Mit dem Rahmenprogramm auf der Festbühne traf das Organisationsteam ebenfalls ins Schwarze. Nach dem ersten Musikauftritt der Band Mühlenexpress mit Hula-Hoop-Tanzeinlagen, verzauberte der angehende Popstar Will Church am Samstagabend mit melancholisch markanter Stimme das Publikum. Der mit einer Blumbergerin verheiratete aufgehende Stern am Musikhimmel setzte mit seinen nachhaltigen Eigenkompositionen ein echtes Zeichen.
Showband begeistert
Anschließend bekommt das Publikum harten Rock von der lokalen Gruppe „Educe“ zu hören. Frontmann und Gitarrist Philipp Opitz spielt unter die Haut gehende Riffs. Als sich dann zum offiziellen Picknickkonzert auf der Bühne die bekannte Showband „Slamjam“ vorstellte, gab es auf der überfüllten Festwiese kein Halten mehr. Die gestandene Band um die beiden außergewöhnlichen Leadsänger ließen sofort den Funken überspringen und begeisterten mit ihrem Repertoire von Andreas Gabalier bis zu Tina Turner. Als noch passend zum Abend der Kultsong der Toten Hosen „An Tagen wie diesen“ erklang, stieg der Stimmungspegel bei den hunderten von Besuchern in höchste Sphären. Mittendrin ist auch Bürgermeister Markus Keller, der sich das Spektakel nicht entgehen ließ. „Einfach mega,“ sein Kommentar dazu.
Das Blumberger Street-Art-Festival nimmt in dieser Art immer mehr volksfestähnlichen Charakter für die gesamte Region an. Am Sonntag standen die fertigen Kunstwerke auf der Straße im Mittelpunkt, aber auch auf der Bühne fand das Spektakel mit tollen Auftritten seine Fortsetzung.
Das ist Street Art
Kunstform
Street-Art gilt seit den 70er-Jahren als eine der größten Kunstbewegungen, die Popularität erlangte und als Kunstform weiter wächst. Straßenkunstwerke erscheinen hauptsächlich in städtischen Gebieten und an öffentlichen Orten. Street-Art ist bis zu einem gewissen Grad mit Graffiti-Kunst verbunden und ein weltweites Phänomen. In vielen Metropolen wie Mailand, Paris oder Rom sind renommierte Street-Art-Festivals zu Hause und viele Künstler, die in der Eichbergstadt gastieren, sind auch bei diesen Großereignissen vertreten.