Der Notfallfahrplan für die Kulturbahn lässt nichts Gutes erahnen. Unter anderem Pendler aus dem Kreis Calw sollten sich vor Fahrtantritt informieren, ob überhaupt ein Zug kommt.
Noch ist unklar, ob die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) streiken darf. Nachdem die Deutsche Bahn am Montag mit einer einstweiligen Verfügung gescheitert war, die den Streik untersagen sollte, geht es an diesem Dienstag in die Berufung.
Am Nachmittag stehen die Verhandlungen vor dem Landesarbeitsgericht Hessen an.
„Massive Beeinträchtigungen“
Wird ab diesem Mittwoch und bis einschließlich Freitag, 12. Januar, gestreikt, sieht es für Pendler auf jeden Fall düster aus – auch im Kreis Calw.
Die Bahn warnt vor „massiven Beeinträchtigungen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr“. Notfahrpläne würden nur „ein sehr begrenztes Zugangebot“ sichern, heißt es in einer Mitteilung. „Von nicht notwendigen Reisen“ wird abgeraten.
Für die Kulturbahn, die von Pforzheim über Calw, Nagold und Horb nach Tübingen fährt, kündigt die Bahn für die Strecke Horb/Türbingen einen „guten zwei-Stunden-Takt“ an. Zwischen Pforzheim und Horb sei dagegen nur mit einzelnen Zugverbindungen zu rechnen.
Lediglich vier Fahrten in jede Richtung listet der Notfahrplan auf, jeweils mit einem Abstand von drei oder vier Stunden zueinander. Der erste Zug startet demnach um 4.24 Uhr in Horb, der letzte kommt um 20.22 Uhr in Pforzheim an.
Kurzfristige Änderungen und Ausfälle
Zudem, so erklärt die Deutsche Bahn, könne es auch bei den Notfahrplänen noch zu kurzfristigen Änderungen und Ausfällen kommen. „Ebenso werden wir versuchen, das geplante Konzept während des Streiks zu erweitern, falls weitere Ressourcen an Fahrzeugen und Personal zur Verfügung stehen“, heißt es weiter.
Die GDL streitet seit Anfang November mit den Verkehrsunternehmen unter anderem um mehr Geld. Streitpunkt ist jedoch vor allem die Forderung der Gewerkschaft, die Arbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Wochenstunden zu reduzieren – bei vollem Lohnausgleich.