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Straubenhardt Ziel: als Gemeinde klimaneutral werden

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Erna Grafmüller, Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste im Straubenhardter Gemeinderat. Foto: Helbig Foto: Schwarzwälder Bote

Straubenhardt. Fünf Fragen beantworten die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen im Sommerinterview des Schwarzwälder Boten. Heute: Erna Grafmüller, Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste im Straubenhardter Gemeinderat.

Woran, glauben Sie, kann die Gemeinde Straubenhardt aufgrund der möglichen finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie sparen?

Straubenhardt hat in den letzten Jahren gut gewirtschaftet. Wo wir Einsparungen vornehmen können oder müssen, kann letzten Endes erst diskutiert werden, wenn die Zahlen vorliegen und wir wissen, über welche Summen wir reden.

Mittelfristig werden für die Realisierung eines Verwaltungszentrums keine Mittel zur Verfügung stehen.

Und andersherum gefragt: Welche Projekte oder Maßnahmen dürfen aus ihrer Sicht auch in schlechten Haushaltsjahren keineswegs vernachlässigt werden?

Alles, was direkt oder indirekt mit der Erreichung der Klimaziele in Zusammenhang steht, darf keinesfalls vernachlässigt werden. Ebenso dürfen wir nicht sparen, wenn es um unsere Kinder und Jugendlichen geht. Sie sind auf ganz besondere Weise von der Pandemie betroffen und brauchen jede erdenkliche Unterstützung. Alle Ideen und Projekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und unterstützen sind ebenso unerlässlich. Bau- beziehungsweise Sanierungsmaßnahmen, die dem Erhalt der vorhandenen Infrastruktur dienen, dürfen nicht vernachlässigt werden.

Wie viele ihrer Wahlversprechen konnte Ihre Fraktion im ersten Amtsjahr bereits umsetzen?

Wir haben im engeren Sinne keine Wahlversprechen gemacht. Wir haben mit Grundprinzipien für unser Handeln geworben. Dazu gehörten unter anderem die Förderung der Vielfalt in gesellschaftlichen Gruppen und Vereinen, die Sicherstellung eines konstruktiven Miteinanders, das Einstehen für Chancengleichheit in allen Lebensbereichen und das Ziel, als Gemeinde klimaneutral zu werden.

Diese Grundgedanken leiten uns bei unseren Diskussionen und Entscheidungen im Einzelfall. Im Übrigen zeichnet sich der Straubenhardter Gemeinderat dadurch aus, dass das Fraktionsdenken und damit die Abgrenzung zu anderen Fraktionen nicht an erster Stelle steht, sondern Kooperation und konstruktives Miteinander oberste Priorität hat. Dies schließt kontroverse Diskussionen und das Ringen um eine gemeinsame Lösung mit ein.

Bei der weiteren Überplanung der Mostklinge haben wir noch vor der Wahl unsere Bedenken zum Ausdruck gebracht und erreicht, dass die Planung noch einmal überdacht wird. Unser Ziel ist es, nur eine Bebauung zu realisieren, die für die Lebensqualität der Straubenhardter Bevölkerung unerlässlich ist.

Welche Projekte werden im kommenden Halbjahr noch wichtig?

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes wird uns in den nächsten Monaten beschäftigen. Hier werden wir unser Augenmerk auf eine sehr zurückhaltende Erweiterung legen.

Außerdem möchten wir eine Diskussion und Auseinandersetzung darüber anregen, welche Maßnahmen wir kurz-, mittel- und langfristig umsetzen müssen, um der Verknappung des Trinkwassers Rechnung zu tragen.

Trotz Corona in den Urlaub? Wohin geht oder ging es in diesem Jahr bei Ihnen?

Wir hatten für dieses Jahr zwei längere Urlaube geplant. Im Mai konnten wir den Urlaub aufgrund des Lockdowns nicht antreten und haben die Zeit zu Hause und im Garten verbracht. August/September wollten wir nochmal verreisen und haben aus Sicherheitsgründen storniert. Wir verbringen die Zeit mit kleinen Renovierungsarbeiten im Haus und genießen unsere Terrasse. Die Fragen stellte Christoph Jänsch.

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