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Straubenhardt Überschaubarer Andrang auf Häckselplätzen

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Sarah Berg und Michael Rudacki aus Schwann entsorgen ihren zerlegten Weihnachtsbaum schon immer auf dem Häckselplatz in Conweiler, seit sie in der Gemeinde wohnen. Fotos: Ferenbach Foto: Schwarzwälder Bote

Transporter, Fahrer und "Packer" waren größtenteils schon organisiert, die Hygienekonzepte erstellt und genehmigt. Doch konnten die örtlichen Vereine heuer nicht wie in den Vorjahren ihre Christbaumsammelaktionen realisieren.

Straubenhardt-Conweiler. Das Landessozialministerium hat den Sammeltrupps kurz vor dem Start den ehrenamtlichen Einsatz – meist zur Unterstützung der Jugendarbeit – untersagt (wir berichteten). Einige Vereinsfunktionäre haben angesichts der hohen Corona-Auflagen von sich aus abgesagt. Anstatt den abgeschmückten Baum einfach vor die Haustüre zu stellen, blieb so vielen Christbaumbesitzern am Samstag nur der Weg auf einen der nahegelegenen Häckselplätze. Die großzügigen, werktäglichen Öffnungszeiten vom frühen Morgen bis in die Abendstunden verhinderten einen größeren Menschenandrang beziehungsweise Fahrzeugstau vor den Entsorgungsstätten für Grünschnitt und Gartenabfälle.

Zwar bildete sich vor dem Recyclinghof Conweiler nach dessen Öffnung am Samstagnachmittag eine lange Autoschlange, doch durch die freie Lücke zum Häckselplatz fuhr nur selten jemand durch. Letzteren steuerten Sarah Berg und Michael Rudacki aus Schwann an. "Wir entsorgen unseren Baum auf dem Häckselplatz in Conweiler seit wir hier vor knapp vier Jahren hergezogen sind", meint Rudacki.

Die beiden hatten bisher nicht mitbekommen, dass etwa die Spielvereinigung Coschwa in Conweiler und Schwann eine Sammelaktion anbietet. So wurde das gute Stück mit der Gartenschere zerkleinert, in einen großen Müllsack verfrachtet, zum Häckselplatz gefahren und dort zu den vielen, bereits vorhandenen Nadelbäumen gepackt.

Auf dem Häckselplatz in Gräfenhausen ist an diesem Nachmittag etwas mehr los. Gerade entladen Michael Feraco und Makda Ghebrehiwot aus Birkenfeld ihren ausgedienten Christbaum aus dem Kofferraum, als das Auto von Klaus Hilpert aus Conweiler vorfährt.

An manchen Bäumen hängt Geld für die Arbeiter

"Bei uns im Ort haben Christbaumsammelaktionen keine Tradition", meint Feraco, der sich als "alt eingesessener Birkenfelder" bezeichnet. "Wir bringen unseren Baum nach Weihnachten daher immer hierher zu unserem Häckselplatz. An manchen Bäumen hängt trotzdem Geld für die Arbeiter, die sich dann weiter darum kümmern", fügt er hinzu.

"Ich gehe hier gleich noch mit meiner Frau spazieren, daher habe ich heute den Weg nach Gräfenhausen eingeschlagen, ansonsten entsorge ich den Christbaum auf dem Häckselplatz in Conweiler", begründet Hilpert seine Fahrt auf die sonnigen Anhöhen im Nachbarort. Davor hat er den Baum sorgfältig zerlegt und verpackt, schließlich sollen keine Tannennadeln im Treppenhaus landen. "Ich lasse die Vereine auch so leben durch meine Spenden und meine Beiträge als Mitglied des TV Conweiler", gibt Hilpert zu verstehen.

Kaum hat er den Platz verlassen, taucht auch schon Jochen Wirth aus Gräfenhausen mit seinem Fahrzeug auf. "Normalerweise gebe ich den Christbaum der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Gräfenhausen gegen eine Spende mit, wenn diese im Januar durch die Straßen zieht. Ich habe aber rechtzeitig erfahren, dass die Sammelaktionen in diesem Jahr ausfallen", sagt Wirth und schüttelt seinen Sack mit den Überresten seines Christbaums neben den bereits zahlreich vorhandenen Stämmchen aus.

Doch es gab auch einige wenige Hausbewohner, die scheinbar nach wie vor von einer Sammelaktion ausgingen und ihren ausgedienten Weihnachtsbaum zur Abholung vor die Tür stellten. Diese mussten dann früher oder später selbst Hand anlegen.

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