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Straubenhardt Straubenhardt ist Vorreiter in Sachen "Cradle to Cradle"

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Christina Linke und Michael Braungart (rechts) brachten Helge Viehweg und den Straubenhardter Gemeinderäten erneut frische "C2C"-Ideen mit. Foto: Gemeinde Straubenhardt Foto: Schwarzwälder Bote

Straubenhardt. Straubenhardt geht voran – als erste "Cradle to Cradle"-Modellgemeinde (sinngemäß: "vom Ursprung zum Ursprung") in Baden-Württemberg. Dies wurde kürzlich bei einer Gemeinderatssitzung mit Michael Braungart beschlossen. Zum dritten Mal besuchte der Mitbegründer des Konzepts "Cradle to Cradle" (C2C) die Kommune. Erst im Januar hielt er einen Vortrag im Rahmen des Jahresauftakts, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Dieses Mal informierte Braungart das Gremium noch vertiefter zu Thema und Prinzip, das die Gemeinde beim Neubau des Feuerwehrhauses umsetzen will. Begleitet wurde der Lüneburger Professor und Gründer von EPEA Internationale Umweltforschung in Hamburg von Chemiker Reiner Hengstmann aus Erlangen sowie Christina Linke vom C2C-Verein Berlin.

"Wir sind C2C-Modellgemeinde", freute sich Bürgermeister Helge Viehweg mit den Gemeinderäten, die der Grundidee von C2C überwiegend positiv gegenüberstehen. Wichtig sei, diese in die Öffentlichkeit und Bevölkerung zu tragen sowie Menschen und Wirtschaft ins Boot zu holen. Straubenhardt stelle Braungart zufolge eine Innovationsplattform für Baden-Württemberg dar, mit der 40 Jahre Umweltdiskussion in Innovation und Qualität umgesetzt werde. Dadurch entstünden etwa neue Produkte wie Waschmaschinen, bei denen nur noch 3000 Waschgänge verkauft werden.

Mit praktischen Dingen anzufangen, motiviert die Menschen

"Es geht darum, zu zeigen, wie die Zukunft aussieht. Dafür brauchen wir einen Platz", sagte Braungart in der Sitzung. Straubenhardt soll diesen Platz bieten und zeigen, wie es geht, ohne perfektionistisch zu sein. Zehn Dinge, die ihr wichtig seien, solle die Gemeinde umsetzen. Ein Fuhrpark mit schadstofffreien Bremsbelägen zum Beispiel. Oder der Einsatz von kompostierbaren Windeln und WC-Papier im Alltag. Mit praktischen Dingen anfangen – das motiviere die Leute.

"Wir sollten eine Plattform für gute Produkte aufbauen", sagte der Bürgermeister. Das Feuerwehrhaus sei ein Projekt von vielen und der Auftakt, es anders zu machen. Unterstützung soll die Gemeinde vom Berliner C2C-Verein bekommen, etwa in Sachen Bildungs- und Netzarbeit. Workshops werden dazu angeboten. "Man ist kein Einzelkämpfer", sagte Linke. Zudem soll ein Ansprechpartner für C2C im Rathaus etabliert und eine C2C-Gruppe aus interessierten Bürgern und Gemeindevertretern gebildet werden, die das Thema in Straubenhardt vorantreibt. Interessierte Bürger können sich per E-Mail unter sekretariat@straubenhardt.de melden.

"Cradle to Cradle" bedeutet wortwörtlich "Von der Wiege zur Wiege" und meint laut Braungart gut zu sein, als weniger schlecht. "Die Umwelt schützt man nicht, indem man sie weniger zerstört. Das ist nur weniger kaputt machen", so der C2C-Pionier. Es gehe darum, Nährstoffe in die Bio- und Technosphäre zu führen. C2C sei und erfordere ein anderes Denken als etwa Nachhaltigkeitskonzepte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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