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Straubenhardt Spenden landen ohne Abzug bei Bedürftigen

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In der Regenzeit muss für Krankentransporte ein Hubschrauber eingesetzt werden.Fotos: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Straubenhardt. Einige Fragen stellte der Schwarzwälder Bote den Vorsitzenden vieler Vereine im Enzkreis. Für die Nepalhilfe Straubenhardt antwortete Frank Seiler. Der Arzt und seine Frau entschieden sich nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 den Menschen in der Region Tamang – nördlich von Kathmandu – zu helfen. Mit ihrer Hilfsorganisation stellen sie einem nepalesischen Partnerverein einen Jeep zur Verfügung, mit dem diese Patienten aus abgelegenen Bergdörfern in das nächstgelegene Krankenhaus bringen können.

Welches war Ihr schönstes Vereinserlebnis?

Die zwei schönsten Vereinserlebnisse waren, unseren ersten Patiententransport in Nepal im Spätjahr 2016 zeitnah über Whatsapp mitverfolgen zu können. Das Gefühl, etwas Nachhaltiges mit wenig Aufwand geschaffen zu haben, war toll. Und im April 2019: Die Eröffnung unseres Kinderheimes in Khamjin hat uns unglaublich glücklich gemacht.

Wie sehen Sie ihren Verein für die Zukunft aufgestellt?

Da wir grundsätzlich versuchen, mit wenig Einsatz möglichst viel zu bewegen, in dem wir zum Beispiel vorhandene Ressourcen nutzen und nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden, können wir unsere Projekte wohl auch in Zukunft weiter durchführen.

Durch die Kooperation mit dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Dortmund, welches uns bei dem Kinderheimprojekt maßgeblich unterstützt, haben wir für unsere Projekte schon jetzt zwei solide Standbeine.

Welche kurzfristigen und/oder langfristigen Ziele haben Sie mit dem Verein?

Wir suchen weitere Kooperationspartner, seien es Schulen, Firmen oder Einzelpersonen, die uns mit Patenschaften für unsere nepalesischen Kinder unterstützen. Das vorhandene Haus soll nach Möglichkeit aufgestockt werden, um weitere Kinder aufnehmen zu können. Weiterhin suchen wir Spender für unser Gesundheitsprojekt. In der Regenzeit, wenn unser Jeep nicht fahren kann, finanzieren wir auch notwendige Krankenflüge mit dem Hubschrauber. So ein Einsatz kostet dann rund 1000 Euro. Hier denken wir an engagierte Gruppierungen oder Einzelpersonen, die gegebenenfalls aus der Gesundheitssparte kommen, und uns finanziell unterstützen wollen.

Wie schwierig gestaltet es sich bei Ihnen, Mitglieder für die ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand zu begeistern?

Bisher ist der Verein mit zwei Vorständen gut aufgestellt. Diese werden sowohl durch Mitglieder aber auch durch Nichtmitglieder in Arbeitsgruppen unterstützt. Um hilfreich in der Vorstandschaft arbeiten zu können, sollte man zuvor die Projekte vor Ort in Nepal gesehen haben. Man sollte mit der nepalesischen Mentalität vertraut sein. Es wird nicht so schwer werden, weitere Aktive für die ehrenamtliche Tätigkeit in unserem Verein zu gewinnen. Um mehr Menschen anzusprechen, haben wir unseren Vereinsnamen in "Nepal Aid e.V." umbenannt. Schon jetzt sind nahezu die Hälfte unserer Mitglieder in ganz Deutschland verteilt.

Warum sollte man ihrem Verein beitreten?

Wir versprechen, dass alle Spenden ohne Abzug in Nepal bei den Menschen ankommen. Dieses Versprechen können wir nur halten, indem wir notwendige Betriebsausgaben über Mitgliedsbeiträge und Sponsoren finanzieren. Sponsoren haben im Gegenzug die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer Veranstaltungen oder auch auf unserer Homepage zu präsentieren. Mitglieder unterstützen uns deshalb ebenfalls bei unserer Arbeit. Im Gegenzug besteht aber auch die Möglichkeit, selber in Nepal tätig zu werden. Unsere Projekte müssen ein bis zweimal im Jahr vor Ort besucht werden. Eine begrenzte Anzahl notwendiger Flüge für die Projekte werden vom Verein getragen. Es ist angedacht, dass Volontäre in unseren Projekten mitarbeiten können. Das Kinderheim soll auch als Bildungszentrum genutzt werden. Wir können uns dort Kurse wie bei einer Volkshochschule vorstellen (zum Beispiel Musik-, PC-, Englisch-, Alphabetisierungskurse, aber auch Gärtnern oder Brotbackkurse). Nach getaner Projektarbeit bieten sich in dieser Region noch drei bekannte Treckingtouren an. Dies sind der Langtang-Treck, der Gosainkund -Treck und der Tamang Heritage-Treck.   Die Fragen stellte Christoph Jänsch.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 130891

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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