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Straubenhardt "Nicht jede Verkehrssituation ist immer ganz komfortabel"

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"Achtung Fußgänger": Ein Schild mahnt Verkehrsteilnehmer an der L 339 zu erhöhter Vorsicht.Foto: Kugel Foto: Schwarzwälder Bote

Nanu, was ist denn da los: Verschiedene Geschwindigkeitsregelungen für unterschiedliche Fahrtrichtungen? Zwischen Dennach und Schwann ist das der Fall. Ein Experte von der Straßenverkehrsbehörde erklärt, warum das so ist.

Straubenhardt-Schwann. So mancher Verkehrsteilnehmer auf der Landesstraße 339 zwischen Neuenbürg-Dennach und Straubenhardt-Schwann dürfte sich wohl schon gewundert haben: Wieso gelten auf dem Streckenabschnitt zwischen Schwanner Warte und Ortseingang Schwann eigentlich unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen in die verschiedenen Fahrtrichtungen?

Eingriffsmöglichkeiten der Behörde sind begrenzt

"Grundsätzlich", erläutert Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes des Enzkreises, sei es wichtig zu verstehen, wie die Straßenverkehrsordnung (StVO) funktioniert – "auch was die Eingriffsmöglichkeiten der Straßenverkehrsbehörde betrifft". Denn theoretisch betrachtet, so der Fachmann, gälten die Regeln, die die StVO vorgebe. "Die bedürften eigentlich gar keiner Änderung", sagt Müller. "Jeder, der den Führerschein gemacht hat, müsste auch ohne Schilder klarkommen."

Dort aber, wo eine "besondere Gefahrensituation" lauere, die "außergewöhnlich" sei und "auf die sich der Verkehrsteilnehmer nicht ohne Weiteres einstellen" könne, sei die Straßenverkehrsbehörde gefordert, entsprechend nachzuregulieren. "Es kann auch mal sein, dass das in unterschiedlichen Fahrtrichtungen unterschiedlich zu werten ist", sagt Müller.

So wie auf der L 339 auf Höhe der Schwanner Warte: "Im Bereich der Schwanner Warte habe ich, wenn ich aus dem Wald rauskomme, eine ganz andere Sicht", erklärt der Leiter der Straßenverkehrsbehörde des Enzkreises die Situation für Verkehrsteilnehmer, die aus Fahrtrichtung Dennach kommen. Dort erschwerten laut Müller nicht nur die Bäume die Sicht auf den nahenden Kreuzungsbereich und den Fahrbahnteiler, sondern auch die Rechtskurve. Deshalb gilt in diese Fahrtrichtung Tempo 60.

Unterschiedliche Sicht und Gefahrenlage erfordert Handlung

Im Gegensatz dazu: "Wenn ich von unten hochfahre, dann ist das eigentlich eine kerzengerade Strecke", die eben gut einzusehen sei. Deshalb gilt in Gegenrichtung auch Tempo 100. "Die unterschiedliche Beschilderung" hänge also "mit der unterschiedlichen Sicht und der unterschiedlichen Gefahrenlage zusammen." Nichtsdestotrotz weist aber ein Gefahrenzeichen darauf hin, dass Fußgänger vom Parkplatz Schwanner Warte queren können.

"Solche Gefahrenzeichen können an manchen Stellen besser sein als eine Geschwindigkeitsbeschränkung", weiß Müller. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung könne "immer mal zu hoch" angegeben sein. "Das ist immer nur eine Höchstbeschränkung", nicht die Angabe der Geschwindigkeit, die man im jeweiligen Streckenabschnitt problemlos fahren könne.

"Nicht jede Verkehrssituation ist immer ganz komfortabel", so der Experte. Doch der Paragraf eins der StVO regele das, in dem es heißt: "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht." Und weiter: "Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird."

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