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Straubenhardt Mediziner wollen doch nicht in Ärztehaus einziehen

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So soll das Schwanner Ärztehaus später einmal aussehen. Welche Ärzte darin jedoch praktizieren werden, ist noch fraglich. Foto: Visualisierung: Andreas Horntrich

Sie wollen nicht mehr rein: Mehrere Mediziner wollen entgegen erster Absprachen nicht mehr in das Schwanner Ärztehaus einziehen. Für sie war die Immobilie aber einst geplant. Verwirklicht werden soll das Projekt dennoch - wenn auch für andere, erklärt Architekt und Projektsteuerer Andreas Horntrich in unserem (SB+)-Artikel.

Straubenhardt-Schwann - Noch im vergangenen Herbst schien die Situation ernst: Die Ärzteversorgung in Straubenhardt würde ins Wanken geraten, wenn nicht spätestens Ende 2021 ein Ärztehaus in Schwann stünde, erklärte Bürgermeister Helge Viehweg seinem Gemeinderat noch im Oktober 2019. Darum empfahl der Rathauschef dem Gremium, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für eine Fläche in der Schwanner Ortsmitte aufzustellen und in ein beschleunigtes Verfahren einzutreten. Etwas überrumpelt fühlte sich seinerzeit etwa CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Gube. Trotzdem entsprach der Gemeinderat dem Wunsch der Verwaltung und brachte das Ärztehaus auf den Weg.

Nun ist klar: Die Ärzte, für die das Gebäude ursprünglich geplant worden war, wollen gar nicht mehr einziehen. Das bestätigte Architekt und Projektsteuerer Andreas Horntrich auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Unter anderem eine Allgemeinarztpraxis und ein Zahnarzt sollten im Schwanner Ärztehaus unterkommen. Doch beide sind nun abgesprungen. Warum die Ärzte einem möglichen Einzug eine Absage erteilt haben, dazu äußerten sich Straubenhardts Bürgermeister und auch Architekt Horntrich nicht.

Keine Zeitnot mehr

Rathauschef Viehweg erklärte gegenüber unserer Zeitung lediglich, dass die zeitliche Dringlichkeit, weswegen das Projekt im vergangenen Herbst noch mit aller Eile vorangetrieben worden war, tatsächlich nicht mehr gegeben sei. Der Zeitdruck sei somit "aus dem Projekt raus". Verwaltung und Gemeinderat hätten damit "auch gar kein Problem". "Absolutes Ziel" der Verwaltung sei es aber trotzdem, "die Ärzteversorgung im Ort stabil zu halten".

"Die Verwaltung und die Gemeinde Straubenhardt haben ihre Hausaufgaben gemacht", unterstreicht der Bürgermeister. "Wenn es (Anm. d. Red.: das Projekt Ärztehaus) denn scheitert, was ich überhaupt nicht hoffe und ich auch Stand jetzt nicht von ausgehe, dann scheitert es garantiert nicht an der Verwaltung und auch nicht an der Gemeinde. Die Teilbaufreigabe liegt nämlich vor."

Ans Aufgeben denken Horntrich und die Projektentwicklungsgesellschaft "Raum + Form" seiner Frau Silvia, die als Investor für das Ärztehaus auftritt, aber nicht. Der Architekt macht unmissverständlich klar: Das Ärztehaus wird "auf jeden Fall" gebaut. Nur müssen die Horntrichs jetzt eben neue Mieter oder Käufer für ihre bereits geplanten Praxen finden. Eine andere Nutzung der Räumlichkeiten – mit Ausnahme einer Sparkassen-Filiale – schließt der vorhabenbezogene Bebauungsplan aus.

Ursprünglich sollte der Bau des Schwanner Ärztehauses im Frühjahr 2020 beginnen, ­damit die Immobilie rechtzeitig bis Ende 2021 steht. Doch schon jetzt ist das Projekt zeitlich im Verzug – unter anderem aufgrund von Einwendungen vonseiten der Bürgerschaft und Behörden. Inzwischen seien diese jedoch abgearbeitet, weiß Andreas Horntrich.

Abriss noch in diesem Jahr

Noch aber praktiziert auch die Sparkasse in ihren bisherigen Räumlichkeiten in der Hauptstraße und auch das Wohnhaus nebenan steht noch. Beide Gebäude werden für den Neubau weichen müssen. Architekt Horntrich sagt, dass in diesem Jahr noch mit dem Abriss dieser Gebäude zu rechnen ist. zwischen 16 und 20 Tagen würden alleine diese Arbeiten dauern. 2020 werde deshalb in jedem Fall keine Baugrube mehr ausgehoben. Stattdessen soll der Bau des Ärztehauses nun 2021 starten. Wann genau, darauf will Andreas Horntrich sich nicht festlegen. Nach Angaben des Architekts hänge es auch davon ab, wie Handwerker und Material in Zeiten der Corona-Pandemie verfügbar seien.

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