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Straubenhardt Keine Lust auf industrielles "Einheitszeug"

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Johannes Greb (von links), Georg Göbel und Walther Schmidt sind die "Black Forest Brewing Company". Im Straubenhardter Ortsteil Feldrennach wird immer mittwochs das "Häselbräu" gebraut. Foto: Helbig

Straubenhardt-Feldrennach - "Black Forest Brewing Company", nennt sich eine kleine Brauerei vollmundig, die seit einigen Monaten in Feldrennach die Biermarke "Häselbräu" braut.

Der Name kommt von der Häselstraße in Pfinzweiler, wo das Projekt im vergangenen Jahr von Johannes Greb und dessen Freund Georg Göbel aus der Taufe gehoben wurde. "Wir hatten mit Bier brauen eigentlich nichts am Hut", sagt Göbel, von dem die Idee stammt. "Und eine Brauerei wollten wir damals auch nicht eröffnen", ergänzt Greb. Ausgangspunkt sei vielmehr gewesen, dass den beiden das "Einheitszeug", sprich die üblichen, industriell hergestellten Biersorten einfach nicht mehr geschmeckt haben.

Von Edmund Kull, einem befreundeten Braumeister lernten sie die wichtigen Verfahrensschritte und was alles an Equipment gebraucht wird. "Dabei hat sich gezeigt, dass Bier brauen riesig Spaß macht", sagt Greb. Besonders auch die Technik. Als Werkzeugmachermeister und Maschinenbauingenieur haben die beiden das nötige technische Wissen, um die Brauereitechnik selbst herzustellen. Angefangen haben sie mit einem kleinen 50-Liter-Braukessel im heimischen Keller in der Häselstraße. Das Bier wurde zuerst einmal im Freundeskreis ausprobiert, und kam dort gut an. Erster öffentlicher Auftritt der neuen Biermarke war beim Naturparkmarkt in Feldrennach im vergangenen September. "An unserem Stand haben wir ein Pale Ale ausgeschenkt und waren innerhalb von zwei Stunden ausverkauft".

Garage wird umgebaut

Bei dieser Gelegenheit ist auch der dritte im Brauerbund, Walther Schmidt, auf die beiden aufmerksam geworden. Schmidt hat schon seit längerer Zeit Bier für den Eigenbedarf gebraut. Er stellte seine Garage in Feldrennach für die Brauerei zur Verfügung. Nun wurden größere Kessel und Maischebottiche angeschafft. Es können jetzt 200 Liter pro Brauvorgang hergestellt werden. Greb erläutert die Funktion der Edelstahlbehälter, die in der Garage aufgebaut sind. "Für ein Bier braucht man nur Malz, Hopfen, Hefe und Wasser", sagt er.

Der Brauprozess beginnt im Maischebottich, da wird Wasser und Malzschrot vorsichtig erhitzt, dabei müssen verschiedene Temperaturstufen eingehalten werden, damit die Enzyme wirksam werden können. Vom Maischebottich geht’s in den Läuterbottich, wo die Würze vom Malz getrennt wird, dann in die Sudpfanne, wo sie mit Bitterhopfen und Aromahopfen gekocht wird. Der Sud wird gekühlt und in den offenen Gärbottich umgefüllt. Hier kommt die Hefe ins Spiel. Je nach Biertyp ober- oder untergärige Hefe.

Zum Beispiel wird die Sorte "Pale Ale", aus hellem Malz und mit obergäriger Hefe hergestellt. Lager und Pils mit untergäriger Hefe. Pils braucht 14 Tage, und obergärige Biere sind nach sechs bis acht Tagen vergoren. Jeden Tag wird der Restzucker gemessen und bevor der Gärprozess völlig abgeschlossen ist, wird das Bier zur Nachgärung sechs bis acht Wochen in die in Drucktanks gefüllt. Auf diese Weise kommt das Kohlenstoffdioxid ins Bier, damit es hinterher auch ordentlich perlt und schäumt. Anschließend kann der Stoff in Flaschen oder Fässer abgefüllt werden. Soweit die Theorie, die Feinheiten verrät der Brauer natürlich nicht, und ob’s schmeckt, das kann man immer mittwochs von 19 bis 21 Uhr in der Schwanner Straße 10 in Feldrennach selbst ausprobieren. Verkauft wird an Privatleute, das Bier wird bei Firmen- oder Vereinsfesten ausgeschenkt, und seit kurzem hat auch der VfB ­Pfinzweiler im Vereinsheim immer eine Sorte Häselbräu im Ausschank. Ein Zukunftsplan ist der Bau eines eigenen Pilswagens, und mittelfristig schwebt den Dreien eine Gasthaus-Brauerei vor.

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Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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