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Straubenhardt Älteste noch erhaltene Goll-Orgel

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10000 Euro aus Lotterieerträgen bekommt die evangelische Kirchengemeinde Langenalb für die Restaurierung ihrer historischen Orgel. Bei der Spendenübergabe: Gisela Lasartzyk (von links), Hubert Stützle, Michael Kaufmann, Walter Waidner, Daniel Dettling und Hubert Gförer. Foto: Helbig Foto: Schwarzwälder Bote

Mit 10 000 Euro fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Restaurierung der historischen Kirchenorgel der evangelischen Marienkirche Langenalb. Jetzt übergaben Lotto-Regionaldirektor Hubert Gförer und DSD-Kuratorin Gisela Lasartzyk einen Spendenscheck und den formellen Fördervertrag an Pfarrer Daniel Dettling.

Straubenhardt-Langenalb. Das Geld der Deutschen Stiftung Denkmalschutz stammt aus Erträgen der Lotterie Glückspirale und soll nun die Restaurierung der historischen Kirchenorgel der evangelischen Marienkirche in Langenalb unterstützen. Die historische Kegelladenorgel wurde im Jahr 1860 in der Werkstatt des Waldkircher Orgelbauers Christian Ludwig Goll hergestellt. Seit dem Bau der Marienkirche im Jahr 1860 tat sie dort ihren Dienst bis in die 1970er-Jahre.

Auch der Bischof kommt zur Einweihung

Als die Kirche damals von Grund auf renoviert wurde, wollte die Gemeinde auch einen neue Orgel. Es wurde eine moderne Multiplex-Orgel angeschafft.

Die historische Orgel wurde ausgebaut und auf dem Dachboden der Pfarrscheuer eingelagert. Etliche Orgelpfeifen wurden auch als Andenken verkauft. Dort lag die Orgel fast 50 Jahre im Dornröschenschlaf.

Als Pfarrer Daniel Dettling 2016 seinen Dienst in Langenalb antrat, wurde er auf die Orgelteile auf dem Dachboden aufmerksam gemacht, und es kam die Idee auf, das historische Instrument wieder zum Leben zu erwecken. "Ich war erstaunt über die große Resonanz, die diese Idee hatte", sagt Dettling. Förderanträge wurden gestellt und Spenden gesammelt, der Förderverein der Orgelfreunde Marienkirche Langenalb wurde gegründet.

Die Restaurierung wurde ausgeschrieben und Orgelbauer Hubert Stützle aus Waldkirch bekam den Auftrag, die Orgel zu erneuern. Wie Stützle erläuterte, sei dies die älteste noch erhaltene Orgel des Orgelbauers Goll. Hierzulande gebe es nur noch zwei dieser Orgeln. Das Instrument sei am Übergang der klassizistischen zur romantischen Orgel entstanden. Es sei ein Glücksfall, dass noch so viele Originalteile vorhanden seien. Auch der Orgelsachverständige der Landeskirche, Michael Kaufmann, bezeichnete die Orgel als Rarität. Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auf rund 100 000 Euro.

Im vergangenen Sommer hat Orgelbauer Stützle mit seiner Arbeit angefangen, und am 3. Mai soll die Orgel feierlich eingeweiht werden. Auch der Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat dazu seinen Besuch angekündigt.

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