Die Stadt Balingen preist das Strasser Areal als eines der „großen städtischen Filetgrundstücke“ an. Nun können Investoren ihre Ideen für die Fläche einbringen.
Die weitere Nutzung des Strasser Areals nach der Gartenschau sollte ursprünglich nicht so viele Kapitel aufmachen – nun steht ein weiteres in dieser Thematik geschrieben.
Nachdem in der jüngsten Gemeinderatssitzung im März entschieden wurde, die bisherigen Entwürfe für das Strasser Areal noch mal zu überdenken, ist die Konzeptausschreibung nun gestartet. Seit dem 11. April können sich laut einer Mitteilung der Stadt Balingen Investoren mit ihren Architekten bewerben und ihre Ideen einbringen.
„Das Strasser Areal auf der Ostseite der Eyach ist zweifelsohne eines der großen städtischen Filetgrundstücke in der Innenstadt von Balingen“, schwärmt die Stadtverwaltung in der Mitteilung.
Zweiphasiges Verfahren
Nun gibt die Stadt vor, was sie sich vorstellt – will aber auch genügend Freiheiten lassen: „Neben dem architektonischen Konzept gilt es insbesondere ein nachhaltiges und für die Stadt sinnvolles Nutzungskonzept zu entwickeln. Die Nutzungsschablone ist bewusst sehr offen gehalten, Ideen und Konzepte sind erwünscht, ebenso wie architektonische Vorschläge, die sensibel mit dem zur Gartenschau erschlossenen Gelände umgehen.“
Das anstehende Verfahren ist zweiphasig, nach der Bewerbungsphase schließt die eigentliche Bearbeitungsphase von Juni bis Oktober an.
Phase I, die Bewerbungsphase, ist am 11. April gestartet. Interessierte Investoren können sich zusammen mit Architekten bis zum 13.Mai zur Teilnahme am Verfahren bei dem mit der Verfahrensbetreuung beauftragten Planungsbüro bewerben. Alle hierzu erforderlichen Unterlagen und die Bewerbungsadresse sind auf der Homepage der Stadt Balingen abrufbar.
L-förmiger Bau hat an Rückhalt verloren
Im Hinblick auf die Gartenschau hatte der Gemeinderat 2019 beschlossen, das Areal in die Ausstellungskonzeption der Gartenschau miteinzubeziehen und es dann im Nachgang baulich zu entwickeln.
Für die Nachnutzung wurden von einem Landschaftsarchitektenbüro im Vorentwurf ein städtebauliches Konzept bestehend aus einem L-förmigen Gebäude und einer begrünten Fläche entworfen.
Dieser Entwurf verlor allerdings in den vergangenen Wochen und Monaten immer mehr an Rückhalt. Besonders der FDP um den Fraktionsvorsitzenden Dietmar Foth war der L-Bau ein Dorn im Auge, wie Foth mehrfach anmerkte – unter anderem in den Haushaltsberatungen Anfang des Jahres.