Die jüngste Verkehrsschau am 1. Dezember in Bildechingen sorgte im Ortschaftsrat für Diskussionen.
„In der Robert-Bosch-Straße verkehren viele Busse, Schüler und Autos. Durch die parkenden Autos wird die Straße sehr unübersichtlich“, so eine Feststellung der Verkehrsschau-Kommission. „Im Grund genommen ist das das, was wir immer schon gesagt haben“ kommentierte Ortsvorsteher Rüdiger Holderried diese Feststellung.
Von der Verkehrsbehörde wird momentan intern geklärt, ob im Kreuzungsbereich zum Hohenzollernring Parkverbote notwendig sind. Laut Verkehrsschau sei dies dort zulässig, jedoch sollte ein entsprechendes Parkverbotsschild aufgestellt werden. Ebenso wurde über ein generelles Parkverbot in dieser stark frequentierten Straße nachgedacht.
Hoher Parkdruck in der Straße
Rat Michael Laschinger, der anmerkte, dass man dort Parkplätze aufgrund des Parkdrucks braucht, da in den Betrieben entlang der Straße viele Leute arbeiten und ein hohes Besucheraufkommen herrscht, schlug ein versetztes Parkverbot „raufwärts“ – also vom Mühlwasen kommend Richtung Mühlbergstraße – vor, damit man sich zumindest durchschlängeln kann. Ein Vorschlag, der im Gremium Anklang fand und so an die zuständigen Stellen weitergegeben wird.
Negativ beantworten musste der Ortsvorsteher die Fragestellung „Robert-Bosch-Straße und 30 km/h. „Dazu kann derzeit noch nichts gesagt werden“, so sein Kenntnisstand.
Im Wesentlichen wurde aber das Vorgehen und das Bearbeitungstempo der Verkehrsschau-Kommission vom Ortschaftsrat bemängelt. Sie fordern, wie die Mitglieder des Vorgänger-Gremiums, mehr Mitspracherecht was ortsinterne Belange betrifft.
Rat Rafael Martin forderte, dass mindestens ein Vertreter des Ortes bei jeder Begehung mit dabei sein muss. „Wenn der Ortsvorsteher verhindert ist, dann muss einer seiner Stellvertreter die Interessen der Ortschaft vertreten“, so seine Meinung.
Vom Grundsatz her gab man ihm recht, doch Rüdiger Holderried machte darauf aufmerksam, dass die Entsendung eines Stellvertreters nicht gewünscht sei.
Man soll das Gremium so klein wie möglich halten, da die Gespräche mit den Vertretern des vorherigen Bildechinger Ortschaftsrates, an dem bis zu vier Räte teilnahmen, schon sehr kritisch waren, erklärte der Ortsvorsteher.
Das Team kann nicht beliebig aufgefüllt werden
Doch auch die Hintergrundinformation, dass die Verkehrsexperten pro Schau in mehreren Stadtteilen unterwegs sind und man das Team mit Vertretern der jeweiligen Orts-Gremien nicht beliebig auffüllen könne, zog nicht wirklich.
Ganz zufrieden war man zwar nicht mit diesem Sachstand, doch viel ändern konnte man auch nach weiterem Austausch von Argumenten nicht.
Grundsätzliches zur Verkehrsschau
Grundsätzlich müsse sich das Thema Verkehrsschau
entwickeln, so der Tenor im Ortschaftsrat Bildechingen. „Die Verkehrsschau wurde in den letzten Jahren aus Personalmangel und weiteren Gründen etwas stiefmütterlich behandelt,“ so eine Zusatzinfo von Alexandra Müller, die jedoch der Meinung ist, dass es langsam besser wird. Anlass ihrer Äußerung war die jüngste Verkehrsschau.
„Der Aufbau,
wie man strukturell gute Verkehrsschauen durchbekommt, ist am Laufen“. Gebt den Leuten die Zeit, die sie brauchen“, so der Appell von Bildechingens Ortsvorsteher an sein Gremium.