Die halbseitige Sperrung der K5509 wird noch längere Zeit andauern. Es braucht erst noch wichtige Daten, etwa vermessungstechnische Geländeaufnahmen. Dabei ist der Felssturz bei Holzhausen kein Einzelfall. Auch bei Mühlheim oder Oberndorf ist es in der Vergangenheit zu solchen Situationen gekommen.
Die Holzhauser Steige kommt nicht zur Ruhe. Ende Mai hatte ein Felssturz auf der Strecke zu einer Vollsperrung geführt, die wegen gelöster Steinmassen im Hang bis Anfang August dauerten.
Anfang Dezember kam es erneut zu einer Rutschung. Die Konsequenz: die halbseitige Sperrung der Steige. Gut einen Monat später sorgt sich ein Bürger über die Situation am Hang. Seine Befürchtung: Es sähe so aus, „als würde dort der Hang abrutschen.“
Absperrung aufrechterhalten
Doch wie wird es mit der teilweisen Sperrung weitergehen? Unsere Redaktion hat im Landratsamt nachgefragt. „Die Schadstelle wurde am 10. Dezember durch ein Ingenieurbüro begutachtet und beurteilt“, blickt Pressesprecherin Andrea Schmider zurück.
Damit es zu keiner weiteren Belastung durch Fahrzeuge auf den Schadensbereich käme, wurde deshalb empfohlen, die Absperrung bis auf weiteres aufrecht zu erhalten.
Warten auf Untersuchungsergebnisse
„Um die Schadensursache festzustellen und entsprechende Sanierungs- oder Stabilisierungsmaßnahmen festlegen zu können, sind zuerst Baugrunduntersuchungen erforderlich, ebenso vermessungstechnische Geländeaufnahmen“, zählt sie die nächsten Schritte auf.
Sobald diese Unterlagen und Untersuchungsergebnisse vorlägen, könne dann die weitergehende Planung der erforderlichen Maßnahmen erfolgen.
Was bedeutet das für die Fahrer auf der Steige? „Die halbseitige Sperrung der Holzhauser Steige, K5509, bleibt vorerst so bestehen“, hält Schmider fest.
Kälte führt zu Felsstürzen
Doch die Steige Richtung Holzhausen ist nicht die einzige, die unter bröckelnden Steinen zu leiden hat. So lagen etwa Anfang letzten Jahres an der Kreisstraße 5502 zwischen Mühlheim und Fischingen im Bereich Untere Mühle mehrere größere Felsbrocken am Fahrbahnrand.
Damals erklärte Alexander Beller vom Stadtbauamt Sulz, dass es nach der Kälte der vergangenen Tage nichts ungewöhnlich sei, wenn sich Brocken lösten.
Sperrung bei Mühlheim
An dem kreiszugehörigen Flurstück, das von der Straße aus noch gut 3,5 Meter über Radweg und Hang gehe, weißen mittlerweile Warnschilder auf möglichen Steinschlag hin.
Um die Gefährdung vor Ort beurteilen zu können und daraus eventuell erforderliche Sicherungsmaßnahmen abzuleiten, wird es laut Landratsamt ab Montag, 20. Januar, zu einer halbseitige Sperrung der Straße inklusive Ampelanlage geben. Der Radweg wird hingegen voll gesperrt werden.
Steinbrocken bei Oberndorf
Ziel der Arbeiten bei Mühlheim, die voraussichtlich bis zum 21. Februar andauern werden, ist neben dem Rückschnitt des Bewuchses auch die Beräumung von Totholz und losem Gestein.
Mitte Dezember ist es auch auf der vielbefahrenen L 415 von Oberndorf Richtung Lindenhof zu einem massiven Felssturz gekommen.
Temperaturwechsel hat „Sprengwirkung“
Begünstigt würden solche Felsstürze unter anderem durch Frost-Tau-Wechsel, teilte das Kreisstraßenbauamt in Rottweil mit. Ein starker Temperaturwechsel könne eine gewisse „Sprengwirkung“ haben.
Absicherungsmaßnahmen samt Sperrungen auf der Strecke – wenn auch an einer anderen Stelle – habe es bereits im März 2023 gegeben.