Der Sanierungsbedarf ist offensichtlich. Foto: Wolf-Ulrich Schnurr

Der seit langem dringend notwendigen Sanierung der Erlaheimer Kirch- und Honigstraße steht nichts mehr im Weg.

Lange gewünscht, lange geplant und dringend nötig: Die Erneuerung der beiden kleinen Straßen hinter der Kirche St. Silvester kann endlich beginnen.

 

Der Geislinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag für die nötigen Tief- und Straßenbauarbeiten erteilt. Stadtbauamtsleiter Markus Buck erklärte vor der Abstimmung, der komplette „Straßenkoffer“ nebst Gehwegen werde erneuert.

Auf die Ausschreibung waren drei Angebote eingegangen. Eine Lautlinger Firma will die Arbeiten für rund 608 000 Euro übernehmen. „Da liegen wir rund fünf Prozent unter der Kostenschätzung“, befand Buck. „Das passt sehr gut.“

Sorge vor Schwierigkeiten mit dem Auftragnehmer

Gemeinderat Jonathan Pauli (CDU) hakte allerdings nach: Dasselbe Unternehmen habe in der Stadt bereits einige Aufträge erledigt, bei denen es Probleme gegeben habe und Nacharbeiten notwendig geworden seien. Auch wenn dies das günstigste Angebot sei, müsse man an die Außenwirkung denken, falls sich auch in Erlaheim Schwierigkeiten ergäben.

Buck hielt fest, nur wenn es gravierende Punkte gebe, könne man anders als für den günstigsten Bieter entscheiden. „Das ist aber hier nicht der Fall gewesen“

Keine schwerwiegenden Versäumnisse in der Vergangenheit

Pauli betonte, es gehe nicht um zeitliche Verzögerungen, sondern um technische Fehler und Schäden. Bürgermeister Oliver Schmid sagte, das seien normale Mängel gewesen, die im Rahmen der Gewährleistung behoben wurden und nicht ausreichten, den Bieter auszuschließen. Das gehe nur bei schwerwiegenden Versäumnissen.

Gemeinderat Hans-Jürgen Weger monierte: Das Unternehmen habe seines Wissens keinen Auftrag fristgerecht erledigt. Könne man dem vielleicht vertraglich vorbeugen?

Buck verwies darauf, dass man sich immer habe einigen können. Die verbindlichen Ausführungsfristen seien bereits in den Ausschreibungen enthalten gewesen. Nach dieser Erörterung stimmte der Gemeinderat einhellig für die Beauftragung.