Neue Tafeln an Binsdorfer Schildern sollen Interessierte Wissen über den Ort und die Straßennamen vermitteln. Die Idee dazu hatte ein guter Kenner der Ortsgeschichte.
Wer war eigentlich Wilhelm Eberhart und warum gibt es in Binsdorf eine Ochsengasse? Die Antworten auf diese Fragen stehen bald auf Zusatztafeln, die unter den Straßenschildern im Geislinger Teilort befestigt werden.
Mittels eines QR-Codes können Neugierige darüber hinaus noch mehr über die Person oder die geschichtlichen Hintergründe erfahren, nach denen die Gassen und Wege benannt sind. Die Idee für diesen Geschichtsunterricht an der Straße stammt von Andreas Schreijäg, einem profunder Kenner der Binsdorfer Vergangenheit.
Ehrenbürger und Stadtschultheiß
In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats gab Ortsvorsteher Andreas Bonaus einen Überblick, welche Straßen mit Informationen bestückt werden sollen. So wollen die Binsdorfer an zwei bekannte Persönlichkeiten erinnern.
Der eine ist der Ehrenbürger Theodor Magnus Friedrich Streble. Er war von 1952 bis 1988 Stadtpfarrer. Der andere, Wilhelm Eberhart, war Stadtschulheiß von 1888 bis 1917.
Erinnerung an ehemalige Wirtshäuser
Was hat es mit der Ochsengasse und der Loretostraße auf sich? Auch das erfahren Einheimische und interessierte Rei’gschmeckte.
Die Ochsengasse ist benannt nach der ältesten Wirtschaft, die 1723 erstmals erwähnt wurde. Die Loretostraße führt zur Loretokapelle, die Kaspar Seeger 1627 auf dem Kesselberg gebaut hat.
Umbenennungen nach der Eingemeindung
Auch die Turmstraße und die Kronengasse bekommen Zusatzschilder. Die Turmstraße weist auf den ehemaligen Stadtturm hin, die Kronengasse auf die im Jahr 1737 erstmals erwähnte Wirtschaft Krone.
Weitere vier Schilder geben Auskünfte über die Zeit vor der Eingemeindung nach Geislingen. So hieß die Neue Gasse vor 1974 noch Grabengasse, die Brandgasse Bachgasse, die Weihertalstraße Bubenhoferstraße und die Beethovenstraße Brühlstraße.
Vorschläge für neu gebaute Straßen
Einige künftige Straßen in Binsdorf sind derzeit noch ohne Namen. Sie entstehen im Wohngebiet Obere Breite und im Gewerbegebiet Flachsland. Der Ortsvorsteher bat deshalb bis zur kommenden Sitzung um Vorschläge für deren „Taufe“.