Schon seit Längerem arbeitet die Stadt Wildberg daran, die Straßenbeleuchtung auf LED-Laternen umzurüsten. Foto: Menzler

Sie sind klein, unscheinbar und wenn sie einmal kaputt gehen, fällt es uns sofort störend auf. Die Rede ist von den Lampen der Straßenbeleuchtung. Aufmerksamen Beobachtern dürfte aufgefallen sein, dass sich hier im Wildberger Stadtgebiet Schritt für Schritt etwas verändert.

Es ist für sich genommen keine große Sache: Ein Fachmann fährt mit seinem Hubsteiger an einen Laternenmast, lässt sich in die Höhe heben und beginnt zu schrauben. Der alte Lampenkopf wird demontiert, der neue angeschlossen. Diese simplen Handgriffe haben eine große Wirkung. Doch bis sie erfolgen können, ist einiges an Vorarbeit notwendig.

 

Geleistet wird die bei der Stadtverwaltung Wildberg von Peter Burghard vom Fachbereich Planen und Bauen. Er hat den Überblick, welche Lampen noch das „alte“ Modell als Kappe tragen und welche neuen Leuchten als Ersatz in Frage kommen. Denn Lampe ist nicht gleich Lampe: Die Köpfe gibt es in verschiedenen Ausführungen und Stärken, von denen auch – je nach Ansprüchen an die Umgebung – verschiedene im ganzen Stadtgebiet verbaut sind. Natürlich gibt es auch gesetzliche Forderungen, die eine Beleuchtung erfüllen muss.

Der Austausch erfolgt über mehrere Jahre in mehreren Bauabschnitten mit einem festgelegten Jahresbudget. Ein kompletter Tausch aller Lampen im Stadtgebiet hätte schlicht den Rahmen gesprengt, finanziell sowie zeitlich. Deshalb investiert die Stadt in diesem Bereich kontinuierlich.

Ablauf genau geplant

Welche Leuchten als nächstes an der Reihe sind, hängt unter anderem davon ab, wie alt die vorhandenen Lampen sind, ob sie beispielsweise kaputt sind oder ob weitere Maßnahmen anstehen, bei denen sich Synergieeffekte nutzen lassen. Von außen mag es deshalb so aussehen, als würden ohne Zusammenhang einzelne Lampen ausgetauscht. Dies ist aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil: Peter Burghard plant das Vorgehen sehr genau in Absprache mit einem Fachplaner.

So sehen die neuen LED-Lampen teils aus. Foto: Geisel

Für den nun anstehenden nächsten Bauabschnitt ist die Planungsphase bereits abgeschlossen. Auch die Zuschussanträge sind bewilligt. Denn die Kosten in Höhe von rund 76 500 Euro werden zu 20 Prozent über eine Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Gültlingen und Sulz stehen an

Der nächste Schritt ist die Ausschreibung der Montagearbeiten und die anschließende Vergabe. Dann kann es an den tatsächlichen Austausch gehen. In Schönbronn ist dieser bereits erfolgt, denn dort hat die Stadt die Synergien genutzt, die sich durch den Breitbandausbau ergeben haben. Noch ausstehend sind Lampen in mehreren Straßen in Gültlingen sowie in Sulz am Eck. Insgesamt werden 96 neue Lampen installiert – ein paar mehr, als es bisher gab. Der Austausch wird zugleich genutzt, um Licht in die ein oder andere dunkle Stelle zu bringen.

Die dadurch zu erwartende Einsparung an Strom kann sich sehen lassen: Um mehr als 75 Prozent dürfte der Verbrauch sinken. Das entspricht fast 38 000 Kilowattstunden im Jahr. Über 20 Jahre gerechnet vermeidet die Stadt Wildberg mit diesem Lampentausch zudem die Entstehung von 330 Tonnen CO2. Pro Tonne vermiedenem CO2 sind also Kosten in Höhe von rund 232 Euro angefallen. Damit hat sich die Investition in die neuen Lampen definitiv gelohnt – nicht nur für die Stadt, sondern auch für das Klima.