Derzeit wird der letzte Abschnitt der Gammelstraße zwischen Hochdorf und Altheim saniert. Wann die Baustelle bei Horb fertig ist.
Der Lückenschluss beim Tempo-Limit 30 auf der Bildechinger Steige in Horb ist umstritten. Doch jenseits der Kernstadt gibt es einen Lückenschluss, auf den viele seit Jahren warten: Bald wird der letzte Abschnitt der Straße zwischen Hochdorf und Altheim fertig.
Seit Jahren gilt die Landesstraße zwischen dem Kreisverkehr Ziegelhof und dem Abzweig Richtung Eutingen als eine der schlimmsten in der Raumschaft Horb: Schlaglöcher, notdürftig geflickt, eng, kurvig. Seit Mitte März wird dieser Abschnitt endlich saniert.
Irene Feilhauer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Karlsruhe: „Es handelt sich um eine einfache Erhaltungsmaßnahme, nicht um einen Ausbau. Die Breiten der Asphaltfahrbahn betragen, wie zuvor, zwischen 5,3 und 6,1 Meter. Neben der Erneuerung von Asphaltschichten werden die Straßenrandbereiche standfest ausgebildet und Entwässerungseinrichtungen erneuert. Weiterhin wird der Wegeanschluss beim Tierheim verkehrssicher umgestaltet.“
Die Kosten für diese Baumaßnahme liegen laut RP bei 640.000 Euro. Sie startete am Montag, 16. März. Der Kreisverkehr Ziegelhof wird insgesamt anderthalb Wochen gesperrt, der Rest der Strecke für sechseinhalb Wochen.
Letzter Lückenschluss
Dieser Ausbauabschnitt ist der letzte in der Sanierung der Landesstraße 356 zwischen Hochdorf und dem Kreisverkehr Ziegelhof. Zuletzt wurde im Sommer 2025 begonnen, den Abschnitt zwischen der Einfahrt zum Steinbruch Kaltenbach und der Kreuzung mit der Kreisstraße 4178 zu sanieren. Mit einer anderthalb wöchigen Vollsperrung des Kreisverkehr Ziegelhof.
Jetzt ist der letzte Teil der gut zwei Kilometer L 356 bald fertig. RP-Sprecherin Feilhauer: „Bedingt durch schlechte Witterungsbedingungen beim Baustart verzögert sich die Fertigstellung der Erhaltungsmaßnahme geringfügig. Wir gehen aktuell von einer Fertigstellung in Kalenderwoche 19 aus.“ Das wäre, anders als auf dem Bauschild, nicht Ende April, sondern eine Woche später.
Bahnübergang Seehaus
Dann warten (nicht nur die Horber) auf den letzten Teil der Verbesserungen auf der Straße, die das RP Karlsruhe außer der Hochbrücke Horb derzeit noch auf der Agenda hat: Den Bahnübergang Seehaus bei Grünmettstetten. Auf der Bundesstraße 28 zwischen Horb und Freudenstadt ist das der engste Abschnitt: Kurvig, hügelig, gefährlich – nicht nur bei Lkw-Begegnungsverkehr.
Im Jahr 2020 verkündete der damalige parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Norbert Barthle (CDU), das das Projekt des Umbaus mit einer Brücke im Ministerium freigegeben sei.
Das lange Warten
Das Planfeststellungsverfahren, so Barthle damals, könne starten. Das hat wohl nicht geklappt. Die Kosten wurden damals auf 33 Millionen Euro geschätzt.
RP-Sprecherin Feilhauer: „Die Vorentwurfsunterlagen zum Bahnübergang Seehaus liegen seit letztem Jahr beim Bundesverkehrsministerium. Sobald die Genehmigung vorliegt, werden wir ins Planfeststellungsverfahren einsteigen.“
Michael Laschinger (CDU-Stadtverband Horb): „2013 habe ich als Mitglied des Kreistag mit dafür gesorgt, dass der vergessene Bahnübergang in der Liste des Landesverkehrsministeriums aufgenommen wurde. Jetzt haben wir 2026 – und immer ist noch nichts passiert.“