Im Austausch über aktuelle Straßenbauprojekte im Landkreis Freudenstadt: Katrin Schindele (von links) und Klaus Mack zusammen mit Jürgen Skarke und Michael Lumpp (Leiter des Baureferats Süd beim Regierungspräsidium Karlsruhe). Foto: Büro Mack

Die Diskussion um den Ausbau des Rauhen Stichs bei Horb erhitzt die Gemüter. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack und seine Landtagskollegin Katrin Schindele setzen sich beim Regierungspräsidium Karlsruhe dafür ein, dass die Belange der Anlieger bei den Planungen Gehör finden.

Eigentlich haben die Pläne für die Umfahrung des Rauhen Stichs bei Horb mit der Vorstellung der Vorzugsvariante eine weitere Etappe erreicht. Doch das große Interesse der Bevölkerung zeigt die Brisanz des Themas, wie es in einer Mitteilung aus dem Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Mack heißt.

Insbesondere Landwirte sorgen sich um den Verlust von Ackerflächen mit Bau der Trasse. Grund genug für den CDU-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack, und seine Landtagskollegin Katrin Schindele, beim zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe die Chancen nach Kompromissen auszuloten.

Die Planer drehen eine extra Kurve

„Die Region Freudenstadt muss verkehrstechnisch gut an die Autobahn angebunden werden. Wir brauchen daher den neuen Teil der B28. Aber wir brauchen vor allem auch rechtssichere Lösungen“, sagt Mack. Und Schindele ergänzt. „Die Anbindung des neuen Container-Terminals in Horb ist von großem Wert, um den Güterverkehr zunehmend auf die Schiene zu bringen. Große Bedeutung hat aber auch die Akzeptanz in der Bevölkerung für die neuen Verkehrswege. Somit müssen die Bedenken bei der Planung unbedingt Beachtung finden“, sagt die CDU-Abgeordnete.

Und tatsächlich drehen die Planer eine extra Kurve. Jürgen Skarke, Abteilungsleiter Straße im Regierungspräsidium Karlsruhe, kündigt weitere Gespräche mit Anliegern zu strittigen Punkten an. „Wir nehmen die Sorge zum Flächenverbrauch ernst. Mit der Vorzugsvariante ergibt sich die Möglichkeit, nicht mehr benötigte Straßen zu Wirtschaftswegen zurückzubauen und somit Flächen zu rekultivieren“, sagt Skarke.

Allerdings klappe das nicht vollumfänglich. Immerhin umfasst die neue Trasse eine Länge von gut 4,2 Kilometern. Es handelt sich um die einzig verbliebene von ursprünglich sechs Varianten, die intensiv vor allem hinsichtlich des Umweltschutzes geprüft wurden. „Durch zusätzliche Überholstreifen in den Steigungsstrecken erhöhen wir die Verkehrssicherheit“, betont Skarke die Vorzüge der Variante, weiß er doch auch: „Wir werden mit der Planung nie alle glücklich machen. Uns ist aber der offene Austausch darüber sehr wichtig.“ Er rechnet mit einem Abschluss der Vorplanung im kommenden Jahr, danach erfolgt die Entwurfsplanung.

Derweil ist die Entwurfsplanung für die Beseitigung des Bahnübergangs „Seehaus“ an der B28 in Kürze fertig. Überhaupt tut sich viel beim Straßenbau im Landkreis Freudenstadt. Die Hochbrücke in Horb nimmt zusehends Form an, die Pläne für den Freudenstädter Tunnel gehen in die zweite Offenlage und könnten – keine weiteren Widersprüche vorausgesetzt – 2025 beschlussreif sein.

Schindele sieht eine realisierbare Variante

Und bei der Ortsumfahrung Hohenberg in Horb stehen alle Zeichen auf Mitbenutzung der vorhandenen Trasse durch Tieflage. „Das ist die realisierbare Variante. Das höre ich auch von den Bürgerinnen und Bürger sowie den Gewerbetreibenden vor Ort“, sagt Schindele. Bei so viel Einigkeit hofft der CDU-Abgeordnete Mack, dass Tempo in das Projekt kommt. „Alle Vorhaben, die wir schnell umsetzen können, helfen, die Verkehrssituation im Landkreis Freudenstadt deutlich zu verbessern“, sagt Mack.