In Sommenhardt wurde die Vorfahrtsregel geändert. Foto: Thomas Fritsch

In Sommenhardt, Emberg und Schmieh ist in einigen Straßen die Rechts-vor-Links-Regel aufgehoben worden. Wir haben nachgefragt, wie die neue Regel bei den Verkehrsteilnehmern ankommt.

Vor einiger Zeit wurden Änderungen der Vorfahrtsregelungen in Bad Teinach-Zavelsteins Stadtteilen Schmieh, Emberg und Sommenhardt angekündigt.

 

Laut Bundesrecht galt an den entsprechenden Straßen fälschlicherweise die Rechts-vor-Links-Regel. Denn in alle drei Orte führen Kreisstraßen hinein. Und wo das der Fall ist, dort darf es in diesen Bereichen kein rechts vor links mehr geben. Der Beschluss sorgte für Aufsehen.

Rechtlich vorgeschrieben

Konkret betroffen sind die Hauptstraße in Schmieh, die Teinacher Straße/Rötenbacher Straße in Emberg sowie die Nagoldtalstraße/Calwer Straße in Sommenhardt. Aufgrund der rechtlichen Lage wurde beschlossen, die besagten Straßen zu Vorfahrtsstraßen zu erklären.

Viele neue Schilder

Wegen der Änderungen wurden zahlreiche neue Beschilderungen gebraucht. Nach und nach wurden die Pfosten aufgestellt und die neuen Verkehrsschilder angebracht.

In Schmieh weist dieses Schild darauf hin, dass die Vorfahrtsregel geändert wurde. Foto: Thomas Fritsch

Im Oktober wurden die Arbeiten abgeschlossen, teilte die Stadtverwaltung von Bad Teinach-Zavelstein auf Anfrage unserer Redaktion mit. Sie bezifferte die Kosten auf rund 10 000 Euro.

Bis jetzt keine Unfälle

Vorher waren die genannten Hauptstraßen mehrere Jahrzehnte lang keine Vorfahrtsstraßen. Ist es deshalb wahrscheinlich, dass durch die Änderungen ein höheres Unfallrisiko entsteht? Laut Stadtverwaltung gab es bislang keine Unfälle auf den genannten Strecken.

Damit bestätigten sich die Einschätzungen von Bürgermeister Markus Wendel im Vorfeld. Dieser hatte die Gefahr nicht als höher eingeschätzt, da sich die Veränderungen nur auf die neue Beschilderung beschränken würden. Es handele sich um Schilder, die jeder kenne.

Auch in Emberg gilt jetzt eine andere Vorfahrtsregel. Foto: Thomas Fritsch

Generell seien die entsprechenden Gebiete bisher keine Unfallschwerpunkte gewesen – so sei es in den vergangenen Jahren zu einer niedrigen einstelligen Anzahl an Unfällen gekommen. Außerdem seien das nicht nur Vorfahrtsunfälle gewesen, erklärte Wendel.

Positive Rückmeldungen

Und wie ist die Resonanz aus der Bevölkerung auf die Änderung der Vorfahrtsregeln? Es habe positive Rückmeldungen gegeben, berichtete die Stadtverwaltung. Und schließlich entsprächen die neuen Regeln ja auch den Gesetzen.

Mitarbeiter angesprochen

Schon vor der Umsetzung der neuen Vorfahrtsregeln war nach Auskunft des Bürgermeisters das Thema in der Bevölkerung der betroffenen Stadtteile angekommen. So seien die laufenden Bauarbeiten auch zu sehen gewesen, machte der Bürgermeister deutlich. Manche hätten auch die zuständigen Mitarbeiter direkt angesprochen.