Die Fahrbahn ist nagelneu. Die Markierungen sind aufgetragen. Neue Verkehrsinseln sind an der Abzweigung von Hardt nach Tennenbronn entstanden.
Und trotzdem ist die Strecke noch gesperrt. Die Autofahrer müssen den Umweg durchs Bernecktal und Schramberg nach Hardt und umgekehrt in Kauf nehmen – es sei denn, sie riskieren einen Strafzettel samt einem Punkt in der Verkehrssünderkartei.
Heike Frank von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, klärt auf Nachfrage unserer Redaktion auf: „Die Strecke ist weiterhin gesperrt, da zu befürchten ist, dass sich bei einer Öffnung der Strecke zwischen Hardt und Tennenbronn einige Verkehrsteilnehmer nicht an die Sperrung der K 5724, beziehungsweise K 5531 (Richtung St. Georgen, Anmerkung der Redaktion) halten. Durch diese zusätzlichen Verkehrsströme werden die noch notwendigen Restarbeiten behindert und die Arbeiter unnötig gefährdet“.
Keine Anschlussfugen
Und weiter: „In dem Streckenabschnitt müssen zudem noch die Vorwegweiser aufgestellt werden. Zudem wurde am Mittwoch der Radweganschluss in diesem Bereich hergestellt. Die Fahrzeuge und der Fertiger mussten dafür die Straße nutzen. Des Weiteren sind in dem Bereich noch keine Anschlussfugen hergestellt. Hierbei wird die Kante aufgefräst und ausgegossen. Auch für diese Arbeiten muss die Straße gesperrt bleiben“, teilt Heike Frank mit.
Keine Anschlussfugen
Wenige Meter weiter in Richtung St. Georgen geht es dafür richtig zur Sache: Die Arbeiter der Firma Stumpp waren beim Siehdichfür mit dem Asphaltieren des Radwegs beschäftigt. Von allen Seiten wird bestätigt, dass die Großbaustelle rasch vorankommt.
Das unterstreicht auch Heike Frank: „Der Verlauf der Bauarbeiten ist sehr gut. Vorgesehen war die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts von Hardt bis zum Brogen für das Jahr 2025 und der zweite Bauabschnitt von Brogen nach St. Georgen sollte bis August 2026 fertig gestellt sein“.
Schneller als gedacht
Dank dem überdurchschnittlichen Einsatz aller Beteiligten, insbesondere durch den Einsatz der Firma Stumpp aus Balingen, könne die Maßnahme bereits dieses Jahr komplett abgeschlossen werden, verspricht sie. „Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Arbeiten teilweise unter sehr ungünstigen Witterungsbedingungen durchgeführt werden mussten. Nach jetzigem Stand kann der Kostenrahmen weitestgehend eingehalten werden. Teilweise mussten nichtvorhergesehene Zusatzleistungen ausgeführt werden“.
Seit Dienstag werden auf der Strecke Markierungsarbeiten ausgeführt. Am Donnerstag oder Freitag sollen diese abgeschlossen sein. Heike Frank weiter: „Im gesamten Bereich müssen noch circa 70 Zufahrten asphaltiert werden. Zudem muss beim Radweg bei einem Teilstück von einem Kilometer noch die Asphaltdeckschicht eingebaut werden. Bei allen Übergängen müssen die Anschlussfugen hergestellt werden. Die Fugen werden geschnitten und vergossen. Die Asphaltarbeiten werden voraussichtlich nächste Woche abgeschlossen“.
Die Mastfundamente würden diese Woche fertiggestellt und die Verkehrsschilder und Vorwegweiser würden durch die Straßenmeistereien angebracht. An allen Einmündungen und Zufahrten erfolgten Angleichungsarbeiten. Bankette werden hergestellt und Randbereiche angeglichen.
Verkehrssituation
„Die Akzeptanz der Bevölkerung
gegenüber der Maßnahme und den damit verbundenen Einschränkungen ist sehr positiv“, betont Heike Frank vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. „ Leider halten sich einzelne Verkehrsteilnehmer nicht an die Verkehrssperrungen, wodurch bereits gefährliche Situationen entstanden sind. Teilweise wurde mit über 100 km/h unbefugt durch den Baustellenbereich gefahren, was eine erhebliche Gefährdung der Beschäftigten darstellt“, bemängelt sie.
Wenn die Witterung
passt und keine größeren Komplikationen auftreten, wird die Straße voraussichtlich in der letzten Novemberwoche wieder für den Verkehr freigegeben.