„Am Freitagabend wird die Sperrung aufgehoben – oder allerspätestens am Samstagvormittag“, verspricht Wolfgang Dausch vom Straßenbauamt Rottweil. Es herrscht dann wieder einigermaßen freie Fahrt zwischen Lauterbach und Sulzbach.
Denn die halbseitige Sperrung mit Ampelregelung bleibt bestehen – und das aller Wahrscheinlichkeit noch für eine lange, lange Zeit. Der Hang und damit die Straße sind nach wie vor sehr instabil, daher wollen die Verantwortlichen kein Risiko eingehen.
Wolfgang Dausch demonstriert das an der Leitplanke, die sich von Hand mühelos vor- und zurückbewegen lässt. „Sie bietet Autofahrern nur wenig Schutz“, sagt er. Zudem droht die Straße auf der Hangseite immer mehr abzubröckeln. Die Straßenmeisterei machte vor Monaten auf diesen Zustand aufmerksam – und dann musste gehandelt werden.
Die halbseitige Sperrung besteht bereits seit geraumer Zeit. In dieser Woche nun gab es Bohrgrunduntersuchungen mit schwerem Gerät, daher ging es nicht ohne eine Vollsperrung.
Die Arbeiten der Firma Goller aus Kirchentellinsfurt haben nun an mehreren neuralgischen Stellen gebohrt und die verschiedenen Schichten im Untergrund zutage gelegt.
Hier wird deutlich, wie standfest der Hang noch ist – oder eben nicht. „So erhalten wir Rückschlüsse, warum der Hang ins Rutschen gekommen ist“, sagt Dausch. Ein Geologe aus Tübingen wird die Bohrung nun analysieren und Wege aus der Misere aufzeigen. Denkbar ist laut Dausch möglicherweise ein Randbalken oder eine Stabilisierung des Untergrunds. Zudem wird auch eine Verbreiterung der Straße angestrebt.
Eins ist aber schon jetzt klar: Es wird teuer. „Man muss voraussichtlich in den Hang hinein“, befürchtet Dausch. Zudem muss ein ganzer Rattenschwanz berücksichtigt werden: Kosten für Planung, Grunderwerb, Naturschutz und natürlich die Baumaßnahme selbst. Ob die Umsetzung im Jahr 2025 erfolgt, ist fraglich. Schließlich muss erst die Planung fertiggestellt und der Kreistag für die Sanierung der Kreisstraße seinen Segen gegeben haben.
Dausch rechnet eher für das Jahr 2026 mit der Realisierung. Fakt ist: So lange bleibt die halbseitige Sperrung und die Ampelregelung bestehen.