Drei Menschen sind am Dienstag bei einem schlimmen Verkehrsunfall auf der Schwenninger Steig schwer verletzt worden, zwei schweben in Lebensgefahr. Schuld war offenbar überhöhte Geschwindigkeit.
Dramatische Szenen am Dienstagnachmittag auf der Schwenninger Steig: Ein Auto verunglückt schwer, zwei Menschen im Fahrzeug eingeklemmt und eine weitere aus dem Wagen geschleudert. So stellte sich die Situation für die Rettungskräfte dar, nachdem Zeugen des schlimmen Verkehrsunfalls gegen 15.45 Uhr den Notruf gewählt hatten.
Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war ein 19-Jähriger in seinem Audi in Richtung Schwenningen unterwegs. Mit dabei: eine 17-jährige Beifahrerin und eine 13-Jährige auf der Rückbank. Der junge Mann muss seinen Wagen trotz der nassen Fahrbahn deutlich hoch beschleunigt haben, als er in einer gefährlichen Rechtskurve plötzlich die Kontrolle über den Audi verlor. Mit schlimmen Folgen.
Der Wagen geriet auf die Gegenfahrbahn, kam von der Straße ab und stieß dann heftig mit einem massiven Straßenschild zusammen. Der Audi landete anschließend auf dem Dach. Der Fahrer und die Beifahrerin wurden dabei im völlig zerstörten Wrack eingeklemmt, während die 13-Jährige durch die Wucht des Aufpralls aus dem Wagen geschleudert wurde. Trotz der Uhrzeit kam es zu keiner Kollision mit dem Gegenverkehr.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte daraufhin an die Unfallstelle – exakt dort starben im Juli 2019 drei Menschen bei einem Frontalzusammenstoß eines an einem Rennen beteiligten BMWs mit einem entgegenkommenden Ford Focus. Die Feuerwehr Villingen, drei Rettungswagen, drei Notärzte – einer davon wurde per Rettungshubschrauber an den Unglücksort geflogen – ein Leitender Notarzt, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes sowie die Polizei waren schließlich in den Einsatz involviert.
13-Jährige wird nach Tübingen geflogen
„Wir mussten nach Rücksprache mit den Notärzten eine Crash-Rettung durchführen“, erklärte vor Ort Feuerwehr-Einsatzleiter Andreas Leute. Heißt: Aufgrund der Schwere der Verletzungen mussten der eingeklemmte Fahrer und die Beifahrerin schnellstmöglich mit schwerem Gerät aus dem Wagen geschnitten werden.
Wie Dirk Sautter, Leiter der Integrierten Leitstelle, an der Einsatzstelle sagte, erlitten der Fahrer sowie die Beifahrerin ersten Angaben zufolge lebensgefährliche Verletzungen und kamen ins Schwarzwald-Baar-Klinikum. Der Rettungshubschrauber flog die 13-Jährige mit schweren Verletzungen in ein Klinikum nach Tübingen. Die Verkehrspolizei aus Zimmern hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Die Straße blieb über längere Zeit gesperrt. Ein Abschleppdienst kümmerte sich anschließend um die Bergung des Audis.