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Straßburg "Polizeizone" und Armee schützen den Weihnachtsmarkt

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Für die diesjährige 450. Ausgabe des Straßburger Weihnachtsmarkts vom 22. November bis zum 30. Dezember kündigte Jean-Luc Marx, der Präfekt für das Département Bas-Rhin, "bislang nie erreichte Sicherheitsvorkehrungen" an. Foto: Engel

Straßburg -  Drastisch verschärft werden Sicherheitsmaßnahmen beim Straßburger Weihnachtsmarkt. Eine Reaktion auf das Attentat 2018: Alle 16 Altstadt-Zugänge werden zu einer "Polizeizone" und mehr als 400 Überwachungskameras liefern Bilder.

Es ist ein Balance-Akt: Ein Jahr nach dem Anschlag, bei dem fünf Menschen auf den Straßen der europäischen Hauptstadt ums Leben kamen, bleibt die Erinnerung im Elsass schmerzhaft und der enorme Einsatz im Zeichen der Sicherheit ruft das schreckliche Ereignis in Erinnerung.

Vor einem Jahr fragten die Verantwortlichen, ob so viele Maßnahmen getroffen werden müssen. Ein Jahr später fragen sie sich, ob die Maßnahmen ausreichen werden. Laut der elsässischen Tageszeitung Denières Nouvelle d’Alsace (DNA) kündigte der Präfekt für das Département Grand Est und Bas-Rhin, Jean-Luc Marx an, "mit einem dynamischeren Polizeisystem" zu reagieren.

Bislang nie gekannte Sicherheitsvorkehrungen

Für die diesjährige 450. Ausgabe des Straßburger Weihnachtsmarkts vom 22. November bis zum 30. Dezember stellte Marx, "bislang nie erreichte Sicherheitsvorkehrungen" vor. Es sei notwendig, die Bevölkerung und Besucher zu beruhigen, um den Erfolg des Straßburger Weihnachtsmarkts weiterhin sicherzustellen.

Um den Zugang zu den Weihnachtsmärkten flüssig zu gestalten, werden mehrere Korridore eingerichtet – für Menschen mit und ohne Taschen. Dort werden systematisch Personenkontrollen durchgeführt, Taschen müssen in der Regel geöffnet werden.

Der komplette von der Ill umschlossene Innenstadtbereich steht also bis zur Schließung des Markts unter Bewachung durch die Sicherheitskräfte. Von Freitag, 22. November, bis Dienstag, 24. Dezember, ist es zwischen 11 und 20 Uhr nicht möglich, das Gebiet der Straßburger Innenstadt-Insel mit einem Pkw zu befahren. Auf allen Straßen im Zentrum Straßburgs herrscht während des Weihnachtsmarkts außerdem absolutes Halteverbot.

Passanten müssen jederzeit mit Kontrollen rechnen

Polizisten in Zivil werden darüber hinaus in der Altstadt Streife laufen und so nebenbei auch stärker ein Auge auf Taschendiebe haben. Passanten müssen damit rechnen, jederzeit im Altstadtzentrum von Polizisten kontrolliert zu werden. Verstärkt werden diese Sicherheitskräfte durch mehrere mobile Einheiten von Polizei und Gendarmerie, von Sprengstoffkommandos sowie von Soldaten, die alle aus ganz Frankreich abkommandiert werden.

"Es dürften in diesem Jahr deutlich mehr Kräfte rund um den Weihnachtsmarkt präsent sein als im vergangenen Jahr", sagte Präfekt Marx, ohne allerdings eine exakte Zahl der eingesetzten Polizisten und Soldaten zu nennen. Diese orientierten sich an den Maßnahmen, die nach der Wiedereröffnung des Weihnachtsmarkts im vergangenen Jahr 48 Stunden nach dem Attentat ergriffen worden.

Der Anschlag in Straßburg am 11. Dezember 2018 riss fünf Menschen aus dem Leben, mehrere wurden verletzt. Der polizeibekannte Extremist Chérif Chekatt wurde zwei Tage später in der elsässischen Grenzstadt bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Chekatt bekannte sich zu der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Im Oktober 2019 sind weitere Verdächtige verhaftet worden.

Mehr zu den Maßnahmen nach dem Attentat in unserem Video:

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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