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Straßberg Kostendeckung bleibt unerreichbar

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Das Angebot des Kindergartens "Schmeienzwerge" findet großen Anklang. Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gemeinde Straßberg erhöht die Elternbeiträge für das Kindergartenjahr 2020/2021 moderat um 1,9 Prozent und folgt damit einer Empfehlung des Gemeinde- und Städtetages.

Straßberg. Eigentlich halten kirchliche und kommunale Spitzenverbände in Baden-Württemberg seit Jahren an der Maxime fest, dass die Kosten der Kindergartenbetreuung zu 20 Prozent durch Elternbeiträge gedeckt werden sollten. In Straßberg liegt der Kostendeckungsgrad laut Bürgermeister Markus Zeiser seit geraumer Zeit bei 14 Prozent und somit deutlich unter den Empfehlungen – auch den diesjährigen. "Wir werden mit unseren Beiträgen die 20 Prozent sicher nie erreichen, denn wir sind weit weg von der empfohlenen Kostendeckung", räumte er ein. Und dies, "obwohl wir in Straßberg ein wunderbares Betreuungsangebot mit guter Nachfrage haben".

Mit einer Erhöhung um 1,9 Prozent bleiben die Spitzenverbände um mehr als ein Prozent unter ihren Empfehlungen der vergangenen Jahre – eine Konzession an Eltern, die coronabdingt wirtschaftliche Einbußen hinnehmen mussten und müssen. Der Gemeinderat folgte am Dienstag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause – sie fand erneut in der Schlossgartenhalle statt – einstimmig der Empfehlung der Verwaltung, den Beitrag für die Kinderbetreuung in einer Ü3-Regelgruppe von bisher 117 auf 119 Euro pro Monat zu erhöhen.

Wer verlängerte Öffnungszeiten in Anspruch nimmt, zahlt fünf Euro mehr, ganz gleich, ob sein Kind über oder unter drei Jahren alt ist und ob es in einer altersgemischten Gruppe oder in der Kinderkrippe betreut wird.

Der Straßberger Kindergarten "Schmeienzwerge" besitzt eine Betriebserlaubnis für 117 Kinder in drei Gruppen. Dabei handelt es sich um Ganztagsgruppen und altersgemischte Gruppen mit Regelöffnungszeiten oder verlängerten Öffnungszeiten. Darüber können bis zu 20 Kleinkinder betreut werden, die zwischen einem und drei Jahren alt sind. Momentan werden 18 Kindern berteut; der Bereich ist also nahezu vollständig ausgelastet. Der Mindestpersonalschlüssel für die gesamte Betreuung sieht 12,36 Stellen sowie eine 0,4 Stelle für die Sprachförderung vor. Darin ist eine 0,8-Stelle für eine Anerkennungspraktikantin vorgesehen. Die Verwaltung schlug dem Gemeinderat vor, zum Kindergartenjahr 2021/22 wieder ein Anerkennungspraktikum auszuloben. "Dieses wird benötigt, um die staatliche Anerkennung zum Erzieher oder Kinderpfleger zu erhalten", informierte Bürgermeister Markus Zeiser das Gremium. Dieses votierte einstimmig dafür, die Stellen an den Schulen in Albstadt, Sigmaringen, Rottweil und Reutlingen auszuschreiben.

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