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Straßberg Gemeinderat packt das Thema "Bölle" an

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Das Baugebiet "Bölle" in Kaiseringen soll erweitert werden. Foto: Schwarzwälder Bote

Straßberg. Flächenreserven für 160 bis 200 Bauplätze, überwiegend im Privatbesitz, gibt es in Straßberg. Um Bauplätze zu schaffen, geht die Gemeinde nun den Grunderwerb im Baugebiet "Bölle" in Kaiseringen an.

Zuvor verschaffte Bürgermeister Markus Zeiser den Gemeinderäten aber einen Überblick über die Flächenpotenziale und Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde. Weil der überwiegende Teil der freien Flächen in Privatbesitz sei, könne "die Gemeinde nur beratend und mit Hilfsangeboten, auch mit unserem kostenlosen Bauplatzportal, die Eigentümer bei der Vermarktung unterstützen", so Zeiser. Er sieht auch Einschränkungen darin, dass einzelne Grundstücke nur über Erschließungsmaßnahmen oder Bauleitplanung nutzbar gemacht werden können. Zu den Baulücken könnten durch Rückbau weitere Bauplätze entstehen.

Derzeit gibt es in Straßberg 860 Wohngebäude mit 1230 Wohnungen. Den jährlich 130 bis 180 Zuzügen stehe eine ähnlich hohe Zahl an Fortzügen entgegen. "Die Wanderbewegungen könnten durch eine größere Zahl an Mietwohnungen positiv beeinflusst werden, hier gäbe es noch erhebliches Potenzial", betonte der Bürgermeister. Die Unterlagen der Übersichten wären eine gute Lösung für den Gemeinderat, meinte Marvin Faust. Tobias Gut stimmte ihm zu und wollte wissen, ob die Verwaltung im Laufe des Jahres einige Flächen gezielt angehe, was nicht der Fall ist. Helmut Hartmann erkundigte sich nach den längerfristigen Planungen der Verwaltung. "Wenn etwas aktuell wird, kommt es immer in den Gemeinderat", so Zeiser.

In der Mai-Sitzung hatte sich das Gremium nach lebhafter Diskussion gegen den Vorschlag der Verwaltung – ihr waren die Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro für die gesamte Erschließung zu hoch – darauf geeinigt, die Umsetzung des Baugebietes "Bölle" in Kaiseringen vorerst klein anzugehen und im ersten Schritt entlang der bestehenden Böllestraße zu planen. Nun stand das Thema zum Beschluss auf der Tagesordnung.

Das Bauerwartungsland im Baugebiet "Bölle" hat mit acht Flurstücken 26 233 Quadratmeter. Hinzu kommen 8762 Quadratmeter Landwirtschaftsflächen. Alle Grundstücke sind im Privatbesitz. Um zu ermöglichen, Grundstücke zu erwerben, musste der Gemeinderat einen Kaufpreis festlegen. Laut Verwaltung liegt der Bodenrichtwert bei einem Euro pro Quadratmeter. Dem Gremium schlug die Verwaltung einen Ankaufswert von 18 Euro je Quadratmeter für das Bauerwartungsland und vier Euro für die Landwirtschaftsfläche vor. Dieser Preis ist laut Markus Zeiser vergleichbar mit anderen Kommunen.

Gerhard Teufel kommentierte, dass die 1,7 Millionen Euro für die Erschließung zu hoch angesetzt seien. Aus Sicht von Susanne Gschwind sollte die Gemeinde verkaufenden Grundbesitzern anbieten, vorrangig Bauplätze kaufen zu können.

"Wenn wir alle Grundstücke erwerben könnten, müssten wir mit reinen Grunderwerbskosten von 507 242 Euro rechnen", erklärte Zeiser. Die Bauverpflichtung gilt innerhalb von zehn Jahren.

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