Für sauberes Wasser sorgt die Ultrafiltrationsanlage im Straßberger Wasserwerk. Foto: Hertle

Sanierung der Wasserversorgung ist nahezu abgeschlossen. Fast 700 000 Euro an Kosten.

Straßberg - Frisch renoviert ist das Wasserwerk in der Burgstraße – symbolisch für die Sanierung der Wasserversorgung in Straßberg. Die Unabhängigkeit in Sachen Wasser lässt sich die Gemeinde viel Geld kosten.Den Anstoß für die Investitionen hatten Vorschriften der EU für Trinkwasser gegeben.

Somit wurde laut Bürgermeister Manfred Bopp der Bau einer Ultrafiltrationsanlage notwendig.

Dies wiederum zog eine Reihe von anderen Ausgaben nach sich: Gemäß dem Beschluss des Gemeinderats ließ die Gemeinde beide Pumpen an ihrer Quelle im Kesseleweg austauschen. Diese befördern das Wasser in die Burgstraße ins Wasserwerk. Die Membranen in den weißen Säulen der Ultrafiltrationsanlage entfernen Fremdkörper, Verunreinigungen und Keime aus dem kostbaren Nass, das danach eine Dosis Chlor erhält – auch diese Anlage ist erneuert worden. Die Filteranlage wird automatisch gereinigt. Gesteuert wird alles von einem Computer; die Elektrotechnik ist ebenfalls komplett erneuert worden. Im Zuge der Sanierung sind Zentrale und Hochbehälter durch DSL-Leitungen verbunden worden. Aus einem Zwischenspeicher wird das Wasser in den Hochzonen- und den Niederzonenbehälter gepumpt. Pumpen, Ventile und Rohre sind ebenfalls neu.

Während der erste Bauabschnitt rund 440 000 Euro gekostet hat, sind es beim zweiten Abschnitt etwa 250 000 Euro. Am Niederzonenbehälter sind drei schadhafte Fenster entfernt und die Öffnungen zugemauert worden, damit innen kein Schwitzwasser entsteht. Fertig ist inzwischen ein kurzes Stück Wasserleitung, das im Notfall Wasser von Winterlingen her ins Straßberger Netz einspeist – ein Elektroventil und Zähler steuern diese Leitung zum Hochzonenbehälter.

Im Niederzonenbehälter sind Glasbausteine ausgebaut worden. Auch sind verrostete Rohrdurchführungen ausgetauscht worden. Der Beton wird derzeit saniert, und neue Metalltüren sichern die beiden Hochbehälter und das Wasserwerk vor Eindringlingen. Die Gemeinde hat auch die beiden Wasserbehälter "freischlagen" lassen – sie waren völlig bewachsen. Nun folgt noch die äußere Gebäudesanierung.

"Wir bekommen keinen Zuschuss, weil die Wassergebühren zu niedrig sind", umreißt Bopp das Problem. Müssten Bürger und Firmen mehr fürs Wasser zahlen, bekäme Straßberg Geld vom Land.