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Straßberg Erst mal kleine Brötchen backen

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Kann das Straßberger Baugebiet "Bölle" erweitert werden? Foto: Schwarzwälder Bote

Straßberg-Kaiseringen. Die Gemeinde Straßberg kann Interessierten keine Bauplätze mehr anbieten. Daher hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über eine Erweiterung des Baugebiets "Bölle" in Kaiseringen diskutiert – und zwar kontrovers. Am Ende zog die Verwaltung ihren Beschlussvorschlag zurück und stellte eine neue Vorlage in Aussicht.

"Bölle" ist seit 1997 Baugebiet; vier Bauplätze kann die Gemeinde dort noch verkaufen, dann ist Schluss. Der Flächennutzungsplan sieht eine Erweiterung bereits vor; allerdings haben Landratsamt und Regierungspräsidium sie 2013 abgelehnt. Begründung: In Kaiseringen und Straßberg gebe es "sehr viele" private Baulücken. Von diesen sind freilich laut Markus Zeiser mehrere in jüngerer Zeit geschlossen worden – "teilweise mit unserer Hilfe". Das Landratsamt, erklärte der Bürgermeister, "erkennt unsere Bemühungen an und würde eine Erweiterung nicht mehr grundsätzlich ablehnen".

Wo liegt das Problem? Die Gemeindeverwaltung hat das Pfeffinger Ingenieurbüro Czerwenka beauftragt, die Kosten für Straßenausbau, Kanal, Wasserleitung, Beleuchtung und Mikrorohre zu errechnen. Das Ergebnis – 1,7 Millionen Euro – findet sie einigermaßen schockierend: Es bedeutet, dass der Quadratmeterpreis auf 120 bis 128 Euro festgelegt werden müsste, wenn die Gemeinde nicht draufzahlen sollte. "Das ist derzeit nicht realistisch – andere Kommunen berechnen Preise um die 65 Euro", weiß Zeiser. Wollte Straßberg da konkurrenzfähig bleiben, müsste die Gemeinde jeden Bauplatz mit rund 50 000 Euro subventionieren. Das gefällt Zeiser nicht: "Mir bereitet es Bauchweh, Geld anzulegen, das niemals wieder reinkommt." Sein Vorschlag: "Wir weisen dort Bauerwartungsland für die nächsten fünf Jahre aus, gehen aber nicht in das Gebiet hinein."

Das bereitete wieder den Gemeinderäten Bauchweh. Tobias Gut regte einen Workshop mit Bürgern und Beratern an, der eine Lösung suchen solle, Hubert Buck erklärte, ein Verzicht auf zügigen Grunderwerb sei das falsche Signal, und Gerhard Teufel stellte fest, die Zeit der großen Baugebiete sei vorbei. Am Ende brachte ein Vorschlag von Kerstin Keppler die Verwaltung zum Einlenken: Man könne die Sache doch klein angehen und in einem ersten Schritt längs der bestehenden Böllestraße planen.

Zeiser versprach darauf, eine neue Vorlage zu erstellen, den Erwerbsvorgang zu beschließen und den Kaufpreis festlegen – "danach entscheiden wir, ob wir in das Abenteuer einsteigen oder nicht". Was bedeutet, dass das Thema den Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung erneut beschäftigen wird.

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