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Straßberg Die Vakanz wird eine Weile dauern

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Pfarrer Hubert Freier verabschiedet sich – wer sein Nachfolger wird, weiß derzeit niemand.Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Aktuell wirken noch zwei Pfarrer in der katholischen Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen. Nach dem Fortgang von Pfarrer Nikolaus Ostrowitzki und dem Renteneintritt von Pfarrer Hubert Freier Ende Oktober wird die Seelsorgeeinheit wohl eine Weile ohne festen Pfarrer sein.

Straßberg/Veringenstadt. Ab Oktober sind gleich zwei Pfarrstellen in der Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen vakant. Der Leitende Pfarrer Hubert Freier geht Ende Oktober in den Ruhestand, sein Kooperator in Straßberg, Nikolaus Ostrowitzki, hat schon seine Koffer gepackt und tritt am 15. September eine Pfarrstelle im Hochschwarzwald an. Wie geht es weiter mit der Seelsorgeeinheit?

Pfarrer Freier kann den knapp 7000 Katholiken der Seelsorgeeinheit nicht versprechen, dass die Vakanz von kurzer Dauer sein wird: "Ich gehe davon aus, dass frühestens im Frühjahr kommenden Jahres ein neuer Pfarrer kommen wird." Zunächst sei es wichtig, dass die Nachfolge Freiers als Leiter der Seelsorgeeinheit geregelt werde. Danach könne man sich auf die Suche nach einem Kooperator machen. Freier hält es für möglich, dass auf lange Sicht ein Priester aus dem Ausland zur Verstärkung nach Straßberg kommen werde.

Die Stelle des leitenden Pfarrers der Seelsorgeeinheit ist nach Freiers Kenntnis bereits zweimal ausgeschrieben worden – Bewerbungen gingen nicht ein. Der scheidende Pfarrer erklärt sich das damit, dass es einfach zu wenige Priester gebe und zudem die Verwaltungsanforderungen an einen leitenden Pfarrer in den vergangenen Jahren beträchtlich gewachsen seien. Michael Hauser, in der Erdiözese Freiburg zuständig für pastorales Personal, werde wohl einen Pfarrer aus einer anderen Seelsorgeeinheit oder Pfarrei nach Straßberg und Veringenstadt versetzen müssen, wenn sich kein geeigneter Kandidat auf die Stelle bewerbe. "Doch selbst wenn er jemanden herbittet, wird es seine Zeit dauern", erklärt Freier.

Bis es so weit ist, werden mehrere Pfarrer die Geschicke der Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen lenken. Nach Ostrowitzkis Weggang wird Pfarrer Edwin Müller neben seiner Tätigkeit als Klinikseelsorger in Sigmaringen und in der Notfallseelsorge wohl auch auch Kooperator wirken. Wohnen wird er weiterhin im Pfarrhaus in Veringendorf. Dekan Peter Schmid, der in Meßkirch sitzt, wird vom 1. November an kommissarisch die Seelsorgeeinheit leiten, bis ein neuer Leitender Pfarrer gefunden ist. Schmid leitet die Seelsorgeeinheit Meßkirch-Sauldorf und ist zudem kommissarisch für die vakante Leitung der Seelsorgeeinheit Wald zuständig.

Umso wichtiger ist in dieser Situation die Unterstützung von Elke Gehrling, Gemeindereferentin auf Dekanatsebene. Sie wird während der Vakanz pastorale Aufgaben in der Seelsorgeeinheit übernehmen. Mit vereinten Kräften soll das Trio die Aufgaben in der Seelsorgeeinheit stemmen. Leicht werde ihnen das nicht werden, erklärt Freier. Zwar hat zuletzt die Anzahl der Gottesdienste abgenommen, weil nur drei Kirchen in der Seelsorgeeinheit die Möglichkeit bieten, unter Coronabedingungen Gottesdienste zu feiern. Dennoch bleiben die Anforderungen hoch. Freier sieht die Vakanz in der Seelsorgeeinheit als Gemeinschaftsaufgabe: "Die Ehrenamtlichen werden in dieser Zeit besonders gebraucht."

Die Seelsorgeeinheit Straßberg mit Pfarrer Nikolaus Ostrowitzki und die Seelsorgeeinheit Veringen mit Pfarrer Hubert Freier an der Spitze waren 2015 zusammengelegt worden. In den vergangenen Jahren seien die beiden Seelsorgeeinheiten zwar zu einer Einheit verschmolzen und die Aufgaben zwischen den beiden Pfarrer neu aufgeteilt gewesen, doch seien einige alte Muster erhalten geblieben Hubert Freier geht davon aus, dass mit dem Wechsel in beiden Pfarrhäusern weitere Integrationsschritte einhergehen und die insgesamt zehn Pfarreien der Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen enger zusammenrücken werden.

 Am morgigen Sonntag, 13. September feiert Pfarrer Ostrowitzki seinen letzten Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Verena in Straßberg. Beginn ist um 10.30 Uhr; eine Anmeldung zur Teilnahme ist zwingend erforderlich. Auf einen Stehempfang nach dem Gottesdienst wird aus Gründen des Infektionsschutzes verzichtet.

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