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Straßberg Damit das Drama ein Ende nimmt

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Das derzeitige Titanzinkblechdach der Schmeienhalle wird alsbald durch Aluminium ersetzt. Foto: Schwarzwälder Bote

Läuft alles nach Plan, ist das undichte Dach der Straßberger Schmeienhalle bis September saniert. Der Gemeinderat hat, obwohl das Beweissicherungsverfahren noch nicht ganz abgeschlossen ist, die Aufträge vergeben.

Straßberg. Schon jahrelang beschäftigt die Prozedur nicht nur die Gemeinde Straßberg, sondern auch Firmen, Gutachter, Rechtsanwälte und das Landgericht Hechingen: Seit 2009 kommt es zu Wassereintritten am Dach der 26 Jahre alten Schmeienhalle. Entlang den Halterungen zur Befestigung der Photovoltaikanlage traten Risse auf – die Schäden werden auf eine nicht fachgerechte Montage der Anlage zurückgeführt.

Wegen der umfangreichen Schäden war das Hauptdach im September 2011 komplett neu eingedeckt worden, doch bereits im April 2016 bildeten sich erneut Pfützen in der Halle und Risse am Dach. Trotz der Mängelbeseitigung kam es im Winter 2016/2017 abermals zu Wassereinbrüchen. Nach Ortsterminen im Frühjahr 2017 zeigte sich, dass verschiedene Beteiligte verantwortlich sein könnten, doch eine außergerichtliche Lösung war mit ihnen nicht zu erzielen.

Im Juli 2017 leitete die Gemeinde schließlich ein selbstständiges Beweissicherungsverfahren ein: Ein unabhängig gerichtlich bestellter Gutachter ermittelte den Schaden, was zu einem Verfahren gegen zwei Firmen führte. Zwei weitere Ortstermine folgten, und nach dem Gutachten erhielten die betroffenen Parteien die Möglichkeit, Einwendungen bis zum 15. März 2019 einzulegen. Eine Fristverlängerung bis 3. Mai 2019 gestand ihnen das Landgericht noch zu, doch nach Ergänzungen und Konkretisierungen setzte das Landgericht am 11. September 2019 einen Verhandlungstag an. Der allerdings wurde mehrfach verschoben.

Unabhängig davon hatte der Gemeinderat im Oktober 2019 die Ausschreibung der Dachsanierung beschlossen, die seither auf Eis liegt, bis das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen sein wird.

Die erlösende Nachricht hatte Bürgermeister Markus Zeiser in die Februar-Sitzung des Gemeinderates mitgebracht: "Wir können aufatmen, da sich eine Lösung eingestellt hat", so Zeiser damals. Obwohl das Beweissicherungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei, hätten die Verursacher die Schäden anerkannt.

Somit konnte das Winterlinger Büro "h2" die Dachsanierung ausschreiben. "Wir haben das Zeitfenster relativ weit aufgemacht und eine Fertigstellung im September vorgegeben", erklärte Architekt Elmar Hotz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. 17 Firmen hätten die Anfrage abgeholt, zehn ein Angebot abgegeben. Hotz erklärte, dass lediglich zwei fast identische Systeme mit derselben Blechdicke auf dem Markt seien, doch "aus zwei Metern Entfernung sind diese nicht zu unterscheiden".

Der Gemeinderat vergab den Auftrag für die Klempnerarbeiten der Metalldacheindeckung mit beschichtetem Aluminiumblech an die Firma Schneckenburger Dach + Wand GmbH aus Deilingen, die mit 86 623 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte. Den Zuschlag für die Gerüstarbeiten bekam die Firma Gerüstbau Jetter GmbH aus Rosenfeld, die 14 032 Euro dafür verlangt. Die Blitzschutzanlage wird die Firma Marschner Blitzschutz GmbH & Co. KG aus Gottmadingen zum Preis von 2041 Euro errichten.

Die Arbeiten zum Abbau der Photovoltaikanlage haben laut Hotz in der vergangenen Woche begonnen: "Erst wenn das Blechdach runter ist, sehen wir, ob es an der Holzschalung oder den Holzbalken Schäden gibt", erklärte Bürgermeister Zeiser. Gerhard Teufel erkundigte sich, ob beispielsweise bei morschen Holzbalken ein weiteres Beweissicherungsverfahren möglich wäre, was aus Sicht Markus Zeisers durchaus realistisch erscheint, wie er sagte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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