Dieser ausladende Ahornbaum in der Wiesenstraße verursacht bereits Schäden am Gehweg und soll deshalb entfernt werden. Foto: Schwarzwälder Bote

Rutschgefahr: Lebhafte Diskussion im Gemeinderat Straßberg über die Bäume in der Wiesenstraße

Zwei der drei Verkehrsbuchten in der Straßberger Wiesenstraße sollen im jetzigen Zustand erhalten bleiben. Ein einziger Baum aber soll gefällt werden.

Straßberg. Die ausladenden Ahornbäume, deren Laub die Gehwege in der Wiesenstraße vor allem im Herbst gefährlich rutschig machen, waren bereits im Oktober Thema im Gemeinderat Straßberg gewesen. Bürgermeister Markus Zeiser hatte damals von sich häufenden Beschwerden bei der Verwaltung berichtet.

Weshalb die Bäume vor rund 40 Jahre in den Verkehrsinseln gepflanzt worden waren, weiß freilich im heutigen Gremium niemand mehr. Das hatte deshalb über die Möglichkeit diskutiert, die Bäume zu fällen und die Wurzeln auszufräsen. Alternativ konnten sich einzelne Ratsmitglieder auch einen deutlichen Rückschnitt der Bäume vorstellen.

Den Auftrag, die Kosten für mögliche Lösungen des Problems zu ermitteln, hatte die Verwaltung im Oktober mitgenommen – und ist inzwischen tätig geworden: In der jüngsten Sitzung des Gremiums hat Markus Zeiser Angebote für beide Varianten vorgestellt.

Demnach würde das Fällen samt Neubepflanzung rund 6000 Euro kosten, ein größerer Rückschnitt mit Pflegemaßnahmen aber nur 1450 Euro. Die Verwaltung wartete mit vier Vorschlägen auf: abwarten und erst mal nichts tun; die Bäume ordentlich zurückschneiden; die hohen Bäume entfernen und neue nachpflanzen oder sie fällen ohne nachzupflanzen und die Verkehrsbuchten anders gestalten. "Die Bäume sind alles andere als optimal, wir sollten etwas machen", sagte der Rathauschef. Gemeinderätin Susanne Gschwind war der Ansicht: "Wenn wir die Bäume jetzt zurückschneiden, haben wir in einigen Jahren die gleichen Probleme."

Aus Sicht von Helmut Hartmann sind die Bäume schön und sollten in einer Verschönerungsmaßnahme entsprechend zurückgeschnitten werden. Das sah auch Marvin Faust so, der für ein oder zwei weitere Vergleichsangebote für einen Pflegeschnitt im Herbst plädierte. "Dazu sind wir 30 Jahre zu spät dran, denn die Probleme mit dem Gehweg sind durch einen Rückschnitt nicht gelöst", lautete die Ansicht von Matthias Kleiner, die auch Gerhard Teufel unterstützte: Blieben die Bäume stehen, wüchsen die Wurzeln weiter und richteten weitere Schäden an. Für Tobias Gut ergibt es keinen Sinn, erst die Bäume zu entfernen und dann wieder neue zu pflanzen – die Buchten könnten auch mit Bodendeckern bepflanzt werden.

Zu jedem Verwaltungsvorschlag ließ der Bürgermeister abstimmen. Letztendlich setzte sich der Vorschlag von Kerstin Keppler mit elf Ja-Stimmen durch, den einen Baum, durch dessen Wurzeln der Gehweg bereits angehoben wird und Risse bekommen hat, zu entfernen und die anderen Bäume zurückzuschneiden.

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