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Straßberg Akteure spielen sich in die Herzen

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Maddeis hat große Schwierigkeiten die Apfelschälmaschine anzubringen. Nachbarin Babett’ lästert nebenher. Fotos: Bon Foto: Schwarzwälder Bote

"Schwäbischer Duranand" mit "Hillus Herzdropfa" und Elsbeth Gscheidle ist in Straßberg auf dem Programm gestanden.

Straßberg. Besser geht es nicht! "Hillus Herzdropfa" und Elsbeth Gscheidle begeisterten in der rappelvollen Schlossgartenhalle mit ihrem Programm "Schwäbischer Duranand" das Publikum.

"Hillus Herzdropfa", dahinter verbergen sich die Vollblutkabarettisten Hillu Stoll und Franz Auber, dazu Birgit Pfeiffer als "Elsbeth Gscheidle" zogen alle Register. Der gute Ruf, der den drei erfolgreichen Vertretern schwäbischen Humors vorauseilt, wurde mehr als bestätigt. Vorsitzender Volker Würz und sein Team von den Straßberger "Schmeia-Hexa" haben mit dem Gastspiel der drei Ur-Schwaben jedenfalls einen Volltreffer gelandet. Die Veranstaltung war schon seit Wochen ausverkauft.

Gleich beim ersten Sketch, bei dem "Hillus Herzdropfa" Küchengeheimnisse preisgaben, verstanden es die Kabarettisten das Publikum auf eine vergnügliche Reise, gespickt mit Geschichten über Land und Leute der Schwäbischen Alb, mitzunehmen. Bei den Rezepturen von Franz Auber als "Chef de Cuisine" und Hillu Stoll als "Hillu à la Carte" blieb kein Auge trocken. In ihren Paraderollen als Bauersleute "vo dr Alb ra" regen sich "Lena Schuahdone" und ihr Angetrauter "Maddeis" über die Fehler des Partners mächtig auf. Im Vordergrund steht der Geschlechterkampf. Den Vorwurf seiner Frau "Der isch so faul und lahm, dem fressat d’ Schnecka untram Laufa Schuhbendel weg", kontert Maddeis mit "Bevor i bei meim Weib zu Wort komm, fädla i renger a Schlauf in na Nähmaschee ei".

Alltagsszenen, genial mit Wortwitz und Theatralik, Gestik und Mimik vorgetragen, die sich nach und nach immer höher steigern, so dass sich der Zuschauer fragt, wann holen die Akteure eigentlich noch Luft zum Atmen? Bei der Apfelschälak­tion, bei dem Maddeis größte Schwierigkeiten mit dem Anbringen der Schälmaschine hat, erhält er Unterstützung von Nachbarin Babett’. Nebenher wird über Bekannte hergezogen.

Den Nachbarn Benedikt, der immer jungen Mädchen hinterher schaut, verteidigt Maddeis: "So lang ein Mann junge Mädla nachguckt, lebt er no." Darauf Babett’: "Des hot mei Otto selig nie g’macht", und wiederum Maddeis: „Und, lebt er no?" Lachsalven zu Hauf.

Mit dem Lied von der Lena – ja singen können die Vollblut-Älbler auch, und wie – setzen die beiden noch einen drauf. Danach berichtete Birgit Pfeiffer alias "Elsbeth Gscheidle" über den Kauf einer Hose für Ehemann Alois. Köstlich, wie sie die Schwierigkeiten dabei schildert. Nach dem Probieren von fünf Hosen entscheidet sich der Gatte schließlich wieder für die alte. Das Sahnehäubchen auf ihrem Auftritt war die Geschichte vom Lodenmantel, bei dem das Publikum tobte.

Anschließend besuchten die Bauersleute Lena und Maddeis mit einem Koffer voll Eier die Tante Zenz. Tosenden Beifall gab es für Maddeis Gedicht über die Hennen vom 13. Mai. Dann berichtete Elsbeth Gscheidle über ihren Besuch im Fitnessstudio und die abendlichen Fressattacken beim Fernsehen. Anschließend gingen die Bauersleute Lena und Maddeis ins Thermalbad, wobei Lena partout nicht mit ihrem neuen Badeanzug in das Thermalwasser wollte: "Do sitzad jo 3000 Johr drin, drum stinkt des Wasser so." Schließlich ließ sie sich dann doch zum Besuch der Dampfsauna überreden. Elsbeth Gscheidle versuchte vergeblich einen Zuschauer schweben zu lassen und "Hillus Herzdropfa" berichteten aus dem Arbeitsleben der Schreiner.

Das dreistündige Non-Stop-Programm ließ keine Wünsche offen. Mit dem abschließenden Lied "Er an Dubbl, sie an Dubbl", gemeinsam von den drei Protagonisten des Abends vorgetragen, endete der Abend. Die drei Akteure, die sich in die Herzen des Publikums gespielt hatten, wurden mit tosendem Beifall verabschiedet.

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