Der neue Naturkindergarten Ettenheim wurde offiziell eröffnet. Kinder, die dort betreut werden, verbringen die meiste Zeit des Tages draußen und erleben ihre Umwelt mit allen Sinnen.
Man sah nur strahlende Gesichter, als am Donnerstagabend der neue Naturkindergarten auf der Anhöhe zwischen Kretzenbach und Kahlenberggasse offiziell eröffnet wurde. Selbst die Sonne strahlte nach mehreren trüben Tagen mit den Besuchern um die Wette. Darunter waren Vertreter des Trägers „Spielwiese“, der Stadt, Eltern, Kolleginnen anderer Ettenheimer Kindertageseinrichtungen – und natürlich die kleinen „Pioniere“, die sich bereits auf die Entdeckungsreise gemacht haben, die Natur tagtäglich mit allen Sinnen zu erfahren.
Herzerfrischend war das Begrüßungslied, mit dem die Kinder mit ihren Erzieherinnen, und Eltern die Feier eröffneten. Vier Kinder sind es augenblicklich noch, die den ersten Naturkindergarten der Stadt besuchen. Vom neuen Kindergartenjahr an rechnen sowohl der Betreiber als auch die Stadt mit weiteren Kindern vom dritten Lebensjahr an. Für die „Spielwiese“ begrüßte Einrichtungsleiterin Janina Bögershausen die Gäste.
Sie freute sich über das große Interesse und umriss die pädagogische Konzeption dieser Art von Kindertagesstätte. Das Konzept: die Natur als Lernumfeld mit Spielen unter freiem Himmel erleben – und das bei jeder Wetterlage. So sollen die Kinder Pflanzen und Tiere entdecken und die Neugier sowie der Entdeckergeist in der Natur gefördert werden.
Nächstes Projekt: ein Hochbeet für die Kinder
Als anstehendes Projekt sei das Anlegen eines Hochbeetes geplant, bei dem die Kinder den Prozess vom Pflanzen bis zum Ernten verfolgen und begleiten können. Motiviert sei das „Spielwiese“-Team zusätzlich durch die Hilfe der Stadtverwaltung. Eltern, Nachbarn und die städtischen Einrichtungen hätten schon in der Planungs-, Realisierungs- und der anfänglichen Einrichtungsphase ganz viel Unterstützung zuteilwerden lassen. „Wir freuen uns, dass wir nun ein Teil des Ettenheimer Kita-Angebots sein dürfen“, so die Leiterin.
Dem schloss sich auch Sabine Huck von der „Spielwiese“-Geschäftsführung an. Die von der Stadt zur Verfügung gestellte Fläche sei „genial“, die Unterstützung von Verwaltung und Bauhof sei vorbildlich. Die Ettenheimer Einrichtung zähle zu einem der schnellsten Projekte der insgesamt neun „Spielwiese“-Einrichtungen.
Den Dank an die Stadt fasste die Stellvertretende Leiterin Sabrina Schirnack in ein gleichermaßen humorvolles wie aussagestarkes Gedicht, das sie anschließend eingerahmt und durch die Kinder „naturnah“ ausgestaltet Bürgermeister Bruno Metz übergab.
Einrichtung ist die 13. Kita in der Stadt Ettenheim
Der Rathauschef ließ die Entstehungsgeschichte von der Idee im Hauptamt über alle die bürokratischen Prüfverfahren bis zur Umsetzung Revue passieren. Anderthalb Jahre – das sei in der Tat außergewöhnlich kurz. Auch Metz bedankte sich bei allen, die dazu ihren Beitrag geleistet haben. Die „Spielwiese“ sei nun die 13. Kindertageseinrichtung in Gesamt-Ettenheim. Er selbst finde in der Natur wohltuende Entspannung, deswegen sei er von der Idee eines Naturkindergarten sofort begeistert gewesen. Sein Dank galt auch den Eltern, die dieser Einrichtung sofort ihr Vertrauen geschenkt haben.
Die „Spielwiese“ sei bekannt für ihr gutes Konzept. Auf sie nun auch in Ettenheim bauen zu dürfen, sei erfreulich. Unter dem Beifall der Eröffnungsteilnehmer überreichten Julia Zehnle und Sandra Kaufmann vom Ettenheimer Hauptamt im Namen der Stadtverwaltung eine mit verschiedenen Kräutern bepflanzte Kinderschubkarre, an der die Kinder künftig mit allen Sinnen entdecken können. Der Geschmackssinn der Besucher war nach dem offiziellen Teil an einem kalten Büfett oder am Grillstand gefragt.
Träger plant neue Kita
Der Träger des neuen Naturkindergartens Ettenheim ist die „Spielwiese gGmbH“. Diese plant auch eine neue Einrichtung in Kappel-Grafenhausen und stellt das Konzept für den geplanten Neubau bei einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 16. Juli, vor. Ab 19 Uhr erhalten Besucher im Bürgerhaus Kappel einen Einblick in den Tagesablauf im Wald, lernen den Träger kennen und haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen.