Nach den Bauernprotesten im Januar kassiert ein Landwirt einen Strafbefehl. Eine Spendenaktion für ihn führt zu einem Konto in Litauen – ein kurioser Fall.
Mit dem Traktor nach Stuttgart zu den Bauernprotesten, und das über die Autobahn A 81, das kommt die Verantwortlichen nun recht teuer. So verhängte das Amtsgericht Oberndorf Strafbefehle in Höhe von 2000 Euro für einen Landwirt und seinen Mitarbeiter. Dafür sammelt die Gruppe „Rottweil steht auf“ via Telegram Spenden, doch das scheint nicht so zu zu laufen, wie man es gerne hätte.
Es fehlt Geld
„Bislang sind ‚nur‘ 64 Spenden eingegangen“, heißt es da. Um den Landwirt und seinen Mitarbeiter schadlos zu halten, fehlen immer noch über 2000 Euro, wird zu weiteren Spenden aufgefordert.
Die Landwirte waren am 30. Januar im Konvoi über die Autobahn gefahren, eine Erlaubnis dafür hatten sie nicht. Einer von ihnen, der nun den Strafbefehl erhielt, schreibt in der Gruppe, er sei enttäuscht über die Solidarität. „Als ich auf der Autobahn ganz vorne stand, wurde mir für den Fall große Unterstützung zugesagt.“
Vertrauen bis nach Litauen
An der hapert es nun offenbar, was möglicherweise auch mit dem Spendenkonto zu tun haben könnte. Denn das ist bei einer Bank in Litauen eingerichtet, Verwendungszweck in dem Fall „Schenkung Bauerndemo“. Dies sei aber geprüft worden und habe seine Richtigkeit, heißt es. Immerhin sei der Kontoinhaber auch Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, schreibt der betroffene Landwirt in der Gruppe. „Ich vertraue ihm.“