Die Pyrenäen, die wilden Berge zwischen Atlantik und Mittelmeer, waren am Freitagabend in der Neuen Tonhalle Gegenstand einer neuen story VS.
Vor dem Wiedersehen mit Dirk Schäfer, Stammgast bei Veranstalter Michael Hoyer, gab es einmal mehr Besonderheiten anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Hoyers Event-Reihe.
Es gab eine Flasche Sekt für eine zufällig aus dem Publikum ausgewählte Person und Dankesworte von Hans Huonker, dessen gleichnamiges Unternehmen in Marbach seit zehn Jahren Sponsor ist. „Was das Team Hoyer auf die Beine gestellt und damit für die Region geleistet hat, ist beachtenswert“, so Huonker.
Dirk Schäfer lenkte den Blick dann auf seine grandiosen Bilder und Filmsequenzen, die bei mehreren Touren per Motorrad und zu Fuß quer durch den 430 Kilometer breiten französisch-spanischen Granit zwischen Perpignan, Pamplona und Biarritz entstanden.
Hier wird es nie langweilig
Grüne Landschaften, verwinkelte Schluchten, Dreitausender und Täler, die, anders als in den Alpen, quer zum Hauptkamm verlaufen, geheimnisumwitterte Burgen und Kirchen, Wasserfälle und Grotten – in den Pyrenäen wird es dem Reisenden nie langweilig. Hinzu kommen Legenden wie die der Katharer-Burg Rennes le Chateau, in der sich – Überraschung der unendlichen Geschichte – der heilige Gral befindet und die Drehort für Dan Browns Kinofilm „Sakrileg“ war.
Laut Schäfer auffällig auch die Dimensionen der vielen großen Kirchen in den kleinsten Orten, die mit dem bis heute anhaltenden Jakobspilgerstrom Richtung Santiago di Compostela zu erklären sind.
Kleine Kuriositäten
Außer der urwüchsigen und rauen Schönheit der Pyrenäen, in dessen Mitte sich der Zwergstaat Andorra befindet, begeisterte sich das Publikum besonders für die kleinen Kuriositäten in Schäfers Erzählungen.
Seine Jagd nach der besten „Tarte de Myrtille“, die Felsmalereien in der Grotte de Miaux, der Felskessel bei Gavarnie, in dem es im Sommer 400 Meter hohe Wasserfälle zu bestaunen gibt, die gut 30 slowenischen Bären, die hier bereits angesiedelt wurden, die Geschichte von einem deutschen Feldherrn unter Karl dem Großen, der durch Kühnheit gegen die Basken der „Breche Roland“ seinen Namen gab, der Wallfahrtsort Lourdes, an dem auch Schäfer das „besondere Gefühl“ überkam und auch der von der Tour de France als „Angstberg“ bekannte Col de Tourmalet mit einem 45 Kilometer langen Aufstieg machten die Multivisionsshow spannend und kurzweilig.
Das Wettrennen zwischen Schäfer und seinem Mitreisenden, der eine fünf Kilometer zu Fuß durch die Berge, der andere 150 Kilometer mit dem Motorrad drumherum, sorgte zudem für Gelächter, ebenso wie die Suche nach dem einen Rotwein, der am Ende der Reise, rechtzeitig zum Hochzeitstag der deutschen Gastgeber am französischen Fuße der Pyrenäen, zu besorgen war.
So geht es weiter
Story VS
Die nächste story vS, „Sattelfest“, wird am Freitag, 8. Mai, 20 Uhr, in der Neuen Tonhalle in Villlingenerzählt. Gerhard Czerner erklomm die höchsten Gipfel der Welt – mit dem Mountainbike. Karten gibt es im Vorverkauf über www.story-vs.de.