Das Storchenpaar hält sich wacker auf dem Turm der Alten Kirche. Foto: Moosmann

Tiere: Trotz des Todes der Jungtiere noch in Fluorn-Winzeln

Fluorn-Winzeln. Wenn der August ins Land gezogen ist, ziehen in der Regel die Störche ab – die meisten nach Spanien, manche nach Afrika in den Süden. Corona-Beschränkungen oder ein Einreiseverbot gelten für die Vögel ja nicht.

Auf dem Turm der Alten Kirche in Winzeln halten sich zwei Störche, die ihr Nest im Frühjahr bezogen haben. Meist sieht man sie rund um den Lehrbauernhof Schmid in der Längenbrandstraße oder beim "Loaloch" staksen, den Schnabel immer gegen den Boden gerichtet, bereit zum Zupacken, sollte sich ein Frosch oder ein Regenwurm aus der Deckung wagen. Die Fluorn-Winzelner Störche scheinen sich vor allem die Mägen vollzuschlagen.

Als vor 40 Jahren das Nest auf dem Turm erneuert wurde, kamen die ersten Störche und brüteten erfolgreich Jungstörche aus. Nicht immer gelang es den Störchen dabei, die Jungvögel groß zu ziehen.

So auch in diesem Jahr, regnete es doch im Mai, gerade als die drei Jungstörche geschlüpft waren, eine ganze Woche andauernd, so dass sie erfroren.

Das Brutpaar bleibt dem Nest auf der Alten Kirche dennoch immer noch treu und verteidigt es erfolgreich, waren doch in den vergangenen Wochen bis zu 15 Störche auf der Gemarkung.

Es bleibt also die Hoffnung, dass das Storchenpaar auch im nächsten Frühjahr wieder kommt, das Nest bezieht und Jungstörche erfolgreich aufzieht.