Die zweite Schabenhauser Stollenweihnacht rund um den Bergwerkstollen „Otto am Kohlerberg“ war gut besucht. Foto: Albert Bantle

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ging die Schabenhausener Stollweihnacht am Wochenende in eine zweite Runde – und lockte zahlreiche Besucher an.

Ein idyllisches Fleckchen zwischen hohen Fichten am Eingang zum historischen Bergwerkstollen, fernab von jedem vorweihnachtlichen Kitsch und Konsum, einfach um sich im gemütlichen Plausch bei Glühwein, Grillwürsten und Striebele auszutauschen – das ist die Schabenhausener Stollenweihnacht.

 

Diese fand aus Anlass der Vereinsjubiläen der Schlierbachnarren (50 Jahre), der Musik- und Trachtenkapelle (75 Jahre) und des Jugendclubs (zehn Jahre), die in diesem Jahr also zusammen 135 Jahre alt wurden, nun schon zum zweiten Mal beim Bergwerkstollen „Otto am Kohlerberg“ statt. Und der Erfolg übertraf bei weiten die Premiere vor einem Jahr, auf der idyllischen Waldlichtung gab es fast kein Durchkommen mehr.

Viel Lob für die ausrichtenden Vereine

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Ortsvorsteher Wilfried Greinus und den Vorsitzenden der ausrichtenden Vereine und dem musikalischen Willkommensgruß einer Abordnung von drei Mädchen der Musik- und Trachtenkapelle auf ihren Klarinetten, war als Höhepunkt des Abends der Besuch des Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht angesagt. Und der hatte zur freudigen Überraschung für alle Kinder prächtige Schokoladennikoläuse im Gepäck, aber auch viel Lob für die ausrichtenden Vereine der zweiten Stollenweihnacht.

Im Gepäck war aber auch die Rute, von der – sehr zur Belustigung der Gäste – sein Knecht auf der Bühne auch reichlich Gebrauch machte.

Als erster bekam sie Rainer Kopf zu spüren, der als neuer musikalische Leiter der Trachtenkapelle derart motiviert sei, dass er meistens gar nicht mehr mit seinen Proben aufhören möchte. „Es macht halt Spaß“, so seine Entschuldigung. „Ja, Dir vielleicht, aber halt den Musikern nicht“, so der Nikolaus, worauf es die Hiebe setzte.

Martin Heitz von der Narrenzunft bekam seine Hiebe dafür, dass er als Kritzelmeister keine Ahnung von der geographischen Situation in der Region habe und anstatt Fischbach und Neuhausen in seinen Berichten von Fischhausen und Neubach schreibe.

Spontan in den Urlaub gefahren

Und als Jugendclub-Vize bekam auch sein Sohn Moritz Heitz noch die Rute dafür zu spüren, dass er in der Woche, als der Jugendclub jeden Abend für seine große Open-Air-Party aufbauen musste, doch tatsächlich ganz spontan in Urlaub gefahren sei, obwohl er bereits ein Jahr im Voraus von diesem Event wusste.

Ein Markenzeichen der Stollenweihnacht war das gemeinsame Miteinander, das die Besucher, ganz im Sinne der drei Jubiläumsvereine, sichtlich genossen.